Co-opetition als Open Strategy – theoretische und empirische Analyse von Strategieprozessen in der Ernährungswirtschaft
| dc.contributor.advisor | Kühl, Rainer | |
| dc.contributor.advisor | Höhler, Julia | |
| dc.contributor.advisor | Bräunig, Dietmar | |
| dc.contributor.author | Scondo, Laura Maria | |
| dc.date.accessioned | 2026-07-13T07:32:35Z | |
| dc.date.issued | 2026 | |
| dc.description.abstract | Unternehmen schützen ihre Wettbewerbsvorteile durch Verschwiegenheit, wodurch der empirischen Strategieforschung begrenzte oder verzerrte Daten zur Verfügung stehen. Die Auswirkungen neuerer Strategiekonzepte wie Open Strategy oder Co-opetition auf die Datenverfügbarkeit wurden bislang nicht thematisiert. Während sich Open Strategy durch die Einbeziehung von verschiedenen Akteuren an der Strategiefindung sowie durch eine erhöhte Transparenz und eine dadurch möglicherweise vermehrte Beobachtbarkeit von strategischen Handlungen auszeichnet, bezeichnet Co-opetition Kooperationen zwischen Wettbewerbern, die häufig öffentlich dokumentiert sind. Die Dissertation untersucht daher, inwieweit Co-opetition als transparente und empirisch zugängliche Open Strategy Praktik gelten kann und wie Co-opetition Strategien in der Ernährungsindustrie ausgestaltet sind. Auf Basis des Relational Views und der Competitive Dynamics wird Co-opetition als schwer imitierbares Strategiemuster zur Unsicherheitsminimierung im Wettbewerbsverhalten konzeptualisiert und als Open Strategy Praktik verortet. Zur Untersuchung wird ein medienresonanzanalytischer Ansatz entwickelt, der den Schwächen der bisherigen Messansätze, wie etwa verzerrungsanfällige Befragungen oder eine fehlende Prüfung des Wettbewerbsverhältnisses der Partner, begegnet. Co-opetition wurde im Brauwesen, in der Milchverarbeitung und für die alternativen Proteine anhand der Branchenberichterstattung über einen 30-jährigen Zeitraum analysiert. Die Untersuchung identifizierte 841 co-opetitive Aktivitäten und 23 Unternehmen mit einer Co-opetition Strategie. Die erhobenen Eigenschaften und Merkmale erwiesen sich als weitgehend transparent. Co-opetitive Aktivitäten sind in den Teilbranchen fast ausschließlich dyadisch organisiert und Unternehmen mit einer Co-opetition Strategie unterhalten zumeist mehrere co-opetitive Beziehungen. Die Aktivitäten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer organisatorischen, funktionellen und geografischen Ausgestaltung und werden maßgeblich von den Entwicklungen in den Teilbranchen beeinflusst. Die Ergebnisse zeigen, dass Co-opetition in der Ernährungsindustrie eine weit verbreitete strategische Option zum Schutz vor den Wettbewerbskräften darstellt, die von Unternehmen jeder Größenordnung genutzt wird. Wettbewerbsvorteile entstehen vor allem durch komplexe Netzwerke aus Beziehungen zu verschiedenen Partnern. Die Arbeit trägt zur Weiterentwicklung der Strategieforschung bei, indem sie einen neuen Ansatzpunkt für die Datenerhebung aufzeigt und die theoretische Integration von Open Strategy und Co-opetition stärkt. Gleichzeitig macht sie die vielfältigen Formen von co-opetitiven Aktivitäten sichtbar und leitet daraus praxisnahe Implikationen für das strategische Management in der Ernährungsindustrie ab. Zukünftige Arbeiten sollten die Generalisierbarkeit der Ergebnisse durch eine Replikation in verschiedenen Ländern und Branchen prüfen und weitere empirisch zugängliche Open Strategy Praktiken identifizieren. | |
| dc.identifier.uri | https://jlupub.ub.uni-giessen.de/handle/jlupub/21699 | |
| dc.identifier.uri | https://doi.org/10.22029/jlupub-21043 | |
| dc.language.iso | de | |
| dc.rights | Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International | en |
| dc.rights.uri | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/ | |
| dc.subject | Co-opetition in der Ernährungsindustrie | |
| dc.subject | Open Strategy und strategische Transparenz | |
| dc.subject | Kooperation zwischen Wettbewerbern | |
| dc.subject | Strategische Muster in Unternehmen | |
| dc.subject | Empirische Strategieforschung | |
| dc.subject.ddc | ddc:650 | |
| dc.subject.ddc | ddc:330 | |
| dc.title | Co-opetition als Open Strategy – theoretische und empirische Analyse von Strategieprozessen in der Ernährungswirtschaft | |
| dc.type | doctoralThesis | |
| dcterms.dateAccepted | 2026-06-18 | |
| local.affiliation | FB 09 - Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement | |
| thesis.level | thesis.doctoral |