Untersuchungen zur Xenoreaktivität menschlicher T-Lymphozyten

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http://dx.doi.org/10.22029/jlupub-12881

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Sich natürlich entwickelnde xenoreaktive Antikörper sind die wichtigsten Hindernisse für die Übertragung von Xenotransplantaten, aber ob sich eine analoge xenoreaktive T-Zell-Immunität entwickelt, ist unbekannt. Ich habe einen enzyme-linked immunospot assay (ELISPOT) eingesetzt, um die Häufigkeit und das Zytokinausschüttungsprofil xenoreaktiver Lymphozyten aus peripherem Blut bei einer Gruppe gesunder Versuchspersonen zu bestimmen. Weil naive T-Zellen nur Interleukin-2 und kein Interferon-gamma in Kurzzeitkulturen produzieren, ist die bei dieser Vorgehensweise gemessene Produktion von Interferon-gamma ein Maß für die Gedächtnisantwort der zellulären Immunität. Stimulierung von menschlichen PBMC (peripheral blood mononuclear cells) oder gereinigten T-Lymphozyten mit Hilfe von PBMC von Inzucht-Schweinen ergab eine große Anzahl von Interferon-gamma produzierenden Zellen und etwa fünfmal weniger Interleukin-2 produzierende Zellen. Im Gegensatz dazu enthielten aus menschlichem Nabelschnurblut gewonnene Lymphozyten zwar schweinespezifisch reagierende Interleukin-2 produzierende Zellen, aber wenige Interferon-gamma produzierende Zellen, was einem naiven Phänotyp entspricht. Hinzu kommt, dass PBMC von Erwachsenen, die nie in ihrem Leben Schweinefleisch konsumiert haben, mit einer signifikant geringeren Anzahl von Interferon-gamma Produzenten auf Schweinezellen reagierten, als das bei Erwachsenen ohne Einschränkungen in ihrer Nahrungsaufnahme der Fall war. Dieses Ergebnis weist darauf hin, dass die Aufnahme von Schweinefleisch möglicherweise zum Entstehen einer schweinespezifischen T-Zell-Immunität führt. Die vorliegenden Ergebnisse sind die ersten Belege für natürlich auftretende xenospezifische T-Zell-Immunität bei Menschen. Die hohe Frequenz dieser Gedächtnisantwort spricht dafür, dass sie eine große Barriere bei der Transplantation von Schweineorganen darstellen wird.

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