Untersuchung von Cystatin C als prognostischer Parameter bei pulmonaler Hypertonie
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Zusammenfassung
Um den Verlauf von Krankheiten besser abschätzen und das Outcome von Patienten verbessern zu können, ist die Etablierung von Biomarkern essentiell. Besondere Aufmerksamkeit ist vor allem den Parametern zu schenken, welche relativ schnell und einfach z.B. durch Blutuntersuchungen erhoben werden können. Die vorliegende Arbeit verfolgte vor diesem Hintergrund drei Untersuchungsziele.Zunächst war zu klären, ob Plasma-Cystatin C ein Prädiktor hinsichtlich des Überlebens bei verschiedenen Ätiologien von pulmonaler Hypertonie ist. Hierzu wurden 165 Patienten der Ätiologien CTEPH, CVD und IPAH untersucht. Verstorbene Patienten wiesen hierbei erhöhte Werte gegenüber überlebenden Patienten auf.Für die Differenzierung von Überlebenden und Verstorbenen stellte sich der errechnete Mittelwert von Cystatin C als besonders aussagekräftig heraus. Bei Patienten oberhalb dieses Wertes konnte eine annähernd doppelt so hohe Sterbewahrscheinlichkeit festgestellt werden, das Signifikanzniveau (p < 0,05) wurde hierbei jedoch knapp verpasst (HR = 1,833; p = 0,064). Verdeutlicht wurde dieser Effekt durch die Kaplan-Meier-Überlebenskurven.Bei Betrachtung der einzelnen Ätiologien konnte nur für die Subpopulation CTEPH ein statistisch signifikantes Ergebnis hinsichtlich des Einflusses von Cystatin C auf das Überleben ermittelt werden, der unbeeinflusst von Variablen wie Kreatinin und Alter war. Dieser Effekt war klinisch jedoch ohne Relevanz. Das Risiko zu versterben erhöhte sich pro ng/ml Cystatin C um 0,3%. Hinsichtlich der prognostischen Funktion wurde der Parameter TTCW untersucht. Als Ereignisse waren Tod, Lungentransplantation, Therapieerweiterung um ein PH-spezifisches Medikament und Hospitalisierung aufgrund von Rechtsherzdekompensation definiert. Im Patientenkollektiv von CTEPH konnte ebenfalls ein signifikantes Ergebnis für Cystatin C auch nach Bereinigung um die Faktoren Kreatinin und Alter ermittelt werden.Schlussfolgernd lässt sich jedoch sagen, dass dieses Ergebnis ohne Konsequenz für die Praxis bleibt und dass Cystatin C keine Funktion als Prognoseparameter hinsichtlich des Überlebens der untersuchten ätiologischen Gruppen hat.Weiteres Ziel war es, Korrelationen zwischen Cystatin C und laborchemischen, klinischen und hämodynamischen Parametern aufzuzeigen.Es konnte nur eine signifikante Verbindung (p < 0,001) zwischen Cystatin C und Kreatinin, der Kreatininclearance und Harnstoff ermittelt werden, jedoch nicht zu hämodynamischen Parametern.Die Untersuchung von Korrelationen zwischen Kreatinin und weiteren Parametern im Rahmen einer internen Kontrolle lieferte nur eine signifikante Verbindung zu Kreatininclearance und Harnstoff, jedoch nicht zu hämodynamischen Parametern.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
