Ziel: Ziel unserer Studie war es, die MMP-13-Expression in kolorektalen Adenomen und Karzinomen zu untersuchen, um damit auf eine präzise und genaue Diagnose schließen zu können.Studiendesign: Es wurden 105 Patienten mit histologisch gesicherten kolorektalen Adenomen und KRK in die Studien aufgenommen. Insgesamt konnten von den 105 Patienten 137 Patientenproben ausgewertet werden.Die Adenom- und Karzinomproben wurden nach routinemäßig durchgeführten koloskopischen Untersuchungen mit Polypektomie oder Operationen an kolorektalen Karzinomen durch das Institut für Pathologie der Universitätsklinik Gießen rekrutiert. Das Biopsiematerial wurde routinemäßig fixiert und in Bezug auf hyperplastische Anteile, low- oder high-grade Dysplasien histopathologisch untersucht. Parallel wurde eine immunhistochemische Färbung mit MMP-13 durchgeführt. Zur Evaluation der immunhistochemischen Färbung erfolgte die Auswertung der Proben in Anlehnung an den Immunreaktiven Score nach Remmele und Stegner. Die Ergebnisse des IRS wurden mittels Western Blot verifiziert. Zur Identifizierung der Zellen, die MMP-13 im KRK produzieren, wurden Doppelfärbungen angefertigt.Ergebnisse: Die MMP-13-Proteinexpression nimmt gemessen am Immunreaktiven Score von gesunder Kontrolle über low-grade zu high-grade Adenom bis zum Karzinom zu. Es zeigte sich ein signifikanter Unterschied des Immunreaktiven Scores zwischen gesunden Proben und low-grade (p = 0,008), sowie zwischen low-grade Adenomen und high-grade Adenomen (p < 0,001). Keine statistische Signifikanz wurde zwischen high-grade Adenomen und KRK erreicht (p = 0,059). Erfolgreiche Doppelfärbungen konnten für CK20 als Epithelmarker, vWF (von-Willebrandt-Faktor) als Endothelmarker und Vimentin als Marker für Fibroblasten durchgeführt werden.Schlussfolgerung: Der IRS stellt eine geeignete Methode zur Beurteilung des pathologischen Grades von präkanzerösen und kanzerösen kolorektalen Läsionen dar. MMP-13 wurde als ausgezeichneter Marker für high-grade IEN und das KRK identifiziert. Der IRS könnte dazu dienen, metastatisches Verhalten, Prognose und Rückfallrate des KRK zu prognostizieren. Die Identifikation des zellulären Ursprungs von MMP-13 im KRK bietet darüber hinaus die Basis für eine gezielte therapeutische Modulation.
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