Umgebungsbezogene Risikofaktoren bei Clostridium difficile Infektionen

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Einleitung: Clostridium difficile (C. difficile) ist die häufigste Ursache nosokomialer Durchfallerkrankungen mit steigender Inzidenz und Schwere der Erkrankung in den letzten Jahren. In der vorliegenden Studie sollte der Einfluss umgebungsbezogener Prädiktoren wie Stationsgröße, Reinigungsfrequenz, Personalbesetzung und die Unterbringung in Einzel- oder Doppelzimmern auf die Übertragung von C. difficile bei Patienten des Uniklinikums Gießen untersucht werden.Vorgehensweise und Methoden: Die Erhebung der Daten erfolgte in einem Untersuchungszeitraum von September 2007 bis Oktober 2008. In die Studie aufgenommen wurden 67 Patienten mit Durchfall und einem Nachweis von C. difficile bzw. Toxin A und/oder Toxin B in einer Stuhlprobe. Bei der Kontrollgruppe mit einer Anzahl von 62 Patienten war keine Durchfallerkrankung vorhanden. Alle 129 Patienten befanden sich in stationärer Behandlung. Die Datenerhebung erfolgte auf der Station mittels eines Fragebogens. Zielgruppe der Befragung war das Pflege- und Reinigungspersonal.Ergebnisse: Ohne Berücksichtigung der Fallschwere, der Grunderkrankung und der behandelnden Fachabteilung zeigt sich im Chi-Quadrat-Test nach Pearson mit einem p- Wert von kleiner gleich 0,001, dass mit einer steigenden Anzahl von Betten auf den Stationen auch die Chance einer CDAD steigt. Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion betrug bei baulicher Trennung das 0,154 fache (p kleiner gleich0,001), pro zusätzlicher Pflegekraft im Frühdienst das 0,664 fache (p kleiner gleich 0,001), pro zusätzlichem Bettwäschewechsel das 0,784 fache (p=0,016). 70,1% (n=47) der C. difficile positiven Patienten befanden sich bereits bei Aufnahme in einem Einzelzimmer und mussten mit keiner weiteren Person eine Toilette nutzen.Schlussfolgerung: Ohne Berücksichtigung der behandelnden Fachabteilung, der Grunderkrankung und der Fallschwere zeigten sich bei höherer Bettenzahl, reduzierter Pflegepersonalmenge, ein erhöhtes Risiko für die Übertragung von C. difficile. Die bauliche Trennung der Stationen sowie ein regelmäßiger Bettwäschewechsel senkten das Risiko. Studien unter Einschluss der Fallschwere, der Grunderkrankung und der behandelnden Fachabteilung sind notwendig um den Einfluss der beschriebenen Prädiktoren zu untersuchen.

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