Durch Nikotin verursachte Änderungen der Genexpression in Brustkrebszelllinien : Einfluss von Flotillinen

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Nikotin gilt als Risikofaktor bei der Entstehung und Progression verschiedener humaner Krebsarten. Mehrere Studien beschreiben, dass Nikotin zu Änderungen der Genexpression in Krebszellen führt, wodurch diese resistenter gegenüber chemotherapeutischen Substanzen werden und eine verbesserte Überlebensrate aufweisen. Neben Nikotin werden auch Flotilline vermehrt mit der Tumorgenese in Verbindung gebracht und deren Überexpression mit der Metastasierung von Zellen sowie einer schlechteren Überlebensprognose assoziiert.Ziel dieser Arbeit war es daher zu untersuchen, inwiefern die durch Nikotin verursachten Änderungen der Genexpression von den Proteinen der Flotillin-Familie abhängig sind. Dazu wurde mittels quantitativer Real-Time-Polymerase-Kettenreaktion die Genexpression ausgewählter Gene nach Nikotinstimulation gemessen. In malignen MCF-7 Adenokarzinomzellen der Brust und nicht-malignen MCF10A Brustepithelzellen wurde der Einfluss des Nikotins und der Flotilline auf Apoptose nach Staurosporin Behandlung untersucht und mittels Western Blot analysiert.Insgesamt konnte kein eindeutiger Effekt des Nikotins unter den in dieser Arbeit vorliegenden Bedingungen belegt werden. Hingegen war wiederholt ein Einfluss der Flotilline auf das Überleben der Krebszellen festzustellen. Sowohl in malignen als auch nicht- malignen Brustkrebszelllinien zeigte sich, dass Flotillin-depletierte Zellen anfälliger auf Staurosporin reagieren und schneller sterben. Im Vergleich dazu verzögerte die Expression von Flotillinen die Apoptose, sodass diese Zellen besser überleben.Die vorliegende Arbeit liefert erste Hinweise auf Flotillin-verursachte Änderungen apoptotischer Zellen. Diese Effekte sind dadurch zu erklären, dass unter Abwesenheit von Flotillinen die Aktivität zellproliferativer Signalwege (wie z.B. der PI3K/Akt Signalweg) reduziert wird und eine Deregulation anti-apoptotischer Proteine erfolgt.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Fehlen von Flotillinen die Sensitivität der Krebszellen gegenüber Chemotherapeutika erhöht. Diese Erkenntnis könnte zukünftig in der Krebstherapie von Bedeutung sein, da eine gezielte Beeinflussung von Flotillinen den Behandlungserfolg positiv beeinflussen könnte.

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