Dynamische Kontrastmittel-Perfusions-Magnetresonanztomographie des Gehirns beim gesunden, mesocephalen Hund

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In der vorliegenden Studie wird die Perfusion im Gehirn von gesunden, mesocephalen Hunden anhand der dynamischen Kontrastmittel-Perfusions- Magnetresonanztomographie in Narkose evaluiert. Als Ziel wurde formuliert, die normale Verteilung der Perfusion in ausgewählten Gehirnarealen zu beschreiben. Zu diesen Arealen zählen der Lobus piriformis, der Thalamus, der Nucleus caudatus, das Centrum semiovale, die graue Substanz der Großhirnrinde sowie der Hippocampus. Verschiedene Perfusionsparameter wie unter anderem der regionale zerebrale Blutfluss (CBF), das regionale zerebrale Blutvolumen (CBV), die mittlere Durchlaufzeit (MTT) und die Ankunftszeit (T0) werden bestimmt. Über eine arterielle Inputfunktion (AIF) werden absolute Werte bestimmt. Insgesamt werden 11 Hunde untersucht. Aufgrund von Artefakten und technischen Defekten werden drei Hunde aus der Datenauswertung ausgeschlossen.In die statistische Auswertung gehen acht gesunde Beagle mit einem durchschnittlichen Alter von 29,88 ± 6,4 Monaten ein.Der Einfluss von technischen Faktoren sowie des Auswertungsprogrammes auf die erzielten Ergebnisse wird diskutiert. Die Perfusionsparameter stehen im engen Zusammenhang. Diese Zusammenhänge werden erörtert. Das Einzeichnen der interessierenden Regionen (ROIs) hat im vorliegenden Versuchsaufbau einen signifikanten Einfluss auf den CBF und die MTT, sowie über den Zusammenhang der Ankunftszeit T0 zu dem CBF auch auf die T0. Die AIF zeigt einen signifikanten Einfluss auf die MTT. Zwischen den unterschiedlichen Gehirnregionen zeigen sich hochsignifikante Unterschiede bezüglich des CBF und signifikante Unterschiede in der MTT, die Ergebnisse der T0 stimmen gut mit dem CBF überein. Der niedrigste Mittelwert der CBF liegt in dem Centrum semiovale vor (146,84 ml/100g/min), gefolgt vom Thalamus (230,4 ml/100g/min). Hippocampus, Nucleus caudatus und graue Substanz weisen einen ähnlichen CBF auf. Der höchste CBF wird im Lobus piriformis (278,54 ml/100g/min) gemessen. Die Unterschiede in den Regionen passen zu der Zugehörigkeit der Regionen zur grauen und weißen Substanz. Insgesamt sind die erzielten absoluten Werte höher als in humanmedizinischen Studien. Mögliche Erklärungen sind ein höherer zerebraler Blutfluss beim Hund im Vergleich zum Menschen, die Verwendung von Isofluran als Anästhetikum, technische Faktoren sowie das angewandte Auswertungsprogramm. Für keinen der untersuchten Parameter liegen Seitenunterschiede vor.Die mittels dynamischer Kontrastmittel-Perfusions-Magnetresonanztomographie erhobenen Ergebnisse liefern einen ersten Einblick über die normale Verteilung der Perfusion im Gehirn von gesunden Hunden. Abweichungen von den in dieser Studie ermittelten Werten, könnten auf pathologische Prozesse im Gehirn hinweisen. Auf dem Gebiert der Magnetresonanzperfusionsbildgebung gibt es auch in Zukunft in der Veterinärmedizin noch großen Forschungsbedarf.Vielversprechende Ergebnisse könnte die Untersuchung der Perfusion im Gehirn von unterschiedlichen Spezies, Rassen, Geschlechts- und Altersgruppen sowie bei verschiedenen zentralnervösen Erkrankungen, welche mit einer verminderten oder erhöhten Durchblutung im Gehirn einhergehen, liefern.

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