Untersuchungen zur Transkription von Wachstumsfaktoren und Zytokinen an felinen Vakzinationsstellen-assoziierten Sarkomen in vivo und in vitro

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In der vorliegenden Arbeit wurden 5 feline Vakzinationsstellen-assoziierte Sarkome (VAS)sowie aus diesen gewonnene Zelllinien charakterisiert und auf die Transkription solcherWachstumsfaktoren und Zytokine untersucht, die in Zusammenhang mit Entzündungen eineRolle spielen. Es handelte sich um ein gut differenziertes VAS, ein mittelmäßigdifferenziertes VAS und drei schlecht differenzierte VAS, eins davon mit osteoiden Anteilen.Alle VAS enthielten á-SMA-exprimierende Zellen sowie mehrkernige Riesenzellen. Bei denRiesenzellen gab es sowohl Tartrat-resistente saure Phosphatase (TRAP)-positive als auchTRAP-negative, was in Zusammenhang mit Literaturergebnissen zur Proliferationsaktivitätvermuten lässt, dass verschiedene Typen von mehrkernigen Riesenzellen in VAS existieren:fusionierte Makrophagen sowie mehrkernige Tumorzellen, entstanden durch Zellfusion oderEndomitose. Von allen VAS konnten permanente Zelllinien etabliert werden, derenCharakteristika mit den Primärtumoren vergleichbar waren. Insgesamt war die Expressionvon MHC II in den Zellinien vermindert. Alle Zelllinien enthielten mehrkernige Riesenzellen,deren Kernanzahl mit Ausnahme von L1 weit geringer war als die der Riesenzellen in denPrimärtumoren. L1 enthielt Riesenzellen mit mehr Kernen als der Primärtumor T1. AlleRiesenzellen in Kultur waren TRAP-negativ, was dafür spricht, dass es sich um neoplastischeZellen handelte. Kollagenproduktion konnte nur in einer Linie nachgewiesen werden, die voneinem schlecht differenzierten Primärtumor stammte. Nur eine der drei Linien, die vonschlecht differenzierten VAS stammten, zeigte auch in Kultur ein eher undifferenziertesErscheinungsbild, die anderen zeigten sowohl in Bezug auf die Zellmorphologie als auch aufdas Wachstumsverhalten ein gut differenziertes Erscheinungsbild.Die Chromosomenanalyse ergab eine breite Streuung: Es wurden sowohl eine Hypoploidievon 23 bis 36 Chromosomen als auch eine Hyperploidie von 60 bis 158 Chromosomengefunden. Alle Linien wiesen eine durchschnittlich deutlich erhöhte Chromosomenzahl miteinem Median von 46 bis 62 Chromosomen auf. Es konnte keine spezielle Vervielfachungeines bestimmten Chromosoms oder des gesamten Chromosomensatzes beobachtet werden.L2 war durch ein Markerchromosom gekennzeichnet: Bei Chromosom 1 trat häufig eineachromatische Region auf. Die Bedeutung dieses Markerchromosoms bedarf weitererUntersuchungen.Für die Untersuchung der Transkription von EGF, FGF-2, PDGF, TGFbeta1, TNF und IL-1wurde die komparative CT-Methode mit GAPDH als houskeeping Gen verwendet, da dieEffizienzen aller Primer-Sonden-Systeme zwischen 90 % und 100 % betrugen. Mit dieserMethode konnte keine Transkriptionserhöhung für EGF, FGF-2 und PDGF nachgewiesenwerden. Eine deutliche Transkriptionserhöhung konnte dafür bei TGFbeta1, TNF und IL-1festgestellt werden. TGFbeta1 schien sowohl von Tumorzellen selbst als auch vonEntzündungszellen transkribiert zu werden. Die Bedeutung dieses Wachstumsfaktors für VASkönnten in seiner wachstumsfördernen Wirkung, der Induktion von alpha-SMA und der immunsuppressiven Wirkung liegen. Demgegenüber scheinen TNF und IL-1 in VAS fastausschließlich von Entzündungszellen und nicht von den Tumorzellen selbst transkribiert zuwerden. Diese proinflammatorischen Zytokine können synergistisch eine Förderung vonWachstum, Angiogenese und Invasion bewirken. Dafür, dass TNF in VAS tumorsuppressiveWirkungen entfaltet, gab es keine Hinweise. Er scheint aber die Kollagenproduktion in VASzu fördern.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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