Effekte sozialer Ausgrenzung auf endokrine und psychometrische Indikatoren psychischer Belastung

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Mangel an sozialer Unterstützung und soziale Ausgrenzung sind mit negativen Auswirkungen auf die Gesundheit verbunden. Frauen scheinen darüberhinaus besonders anfällig für soziale Auslöser gesundheitlicher Störungen zu sein. Die Aktivität der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) könnte in diesem Kontext eine Schlüsselrolle spielen, da diese sowohl mit psychosozialen Bedingungen und gesundheitlichen Folgen assoziiert ist als auch geschlechtsspezifische Unterschiede aufweist. Ziel dieser Studie war es deshalb zu prüfen, welche Effekte soziale Ausgrenzung auf die Cortisolsekretion bei Frauen hat. Die experimentelle Induktion sozialer Ausgrenzung erfolgte durch ein hochstandardisiertes Paradigma (Cyberball). Vorangegangene Studien konnten zeigen, dass dieses Paradigma das subjektive Wohlergehen und einzelne physiologische Parameter beeinflusst. Gesunde Frauen (n=87) wurden randomisiert einer von drei Cyberball-Bedingungen zugeordnet: Ausgrenzung, Beteiligung respektive Technische Panne. Als Zielparameter wurden Speichelcortisolkonzentration und Stimmung vor, direkt sowie alle 15 min nach dem Cyberballspiel erfasst. Soziale Ausgrenzung hatte keinen Effekt auf die Cortisolsekretion, obwohl signifikante Effekte auf die aktuelle Befindlichkeit zu beobachten waren. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass das Cyberball Ausgrenzungsparadigma allein trotz Beeinflussung des psychischen Wohlergehens die HPA-Achsen-Funktion nicht beeinträchtigt.

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Erstpublikation in

Psychoneuroendocrinology (2010) 35, 1294-1298

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