Das Ziel dieser in-vivo Studie war es, die marginale Diskrepanz von Zirkoniumoxid-Käppchen, die mithilfe zwei direkter und einer indirekten digitalen Abformmethode hergestellt wurden, miteinander zu vergleichen.Insgesamt wurden bei 23 Patienten 63 Zähne zur Aufnahme einer Kronenrestauration präpariert und nachfolgend intraoral digitalisiert sowie konventionell abgeformt. Hierfür wurden die zwei Intraoralscanner CEREC AC Omnicam und Cara TRIOS verwendet. Die konventionelle Abformung wurde mit dem scanbaren A-Silikon Flexitime fast&scan nach der Korrektur-Technik ausgeführt und anschließend mit dem Laborscanner D700 indirekt digitalisiert. Auf Grundlage der resultierenden Datensätze wurden Offset-Käppchen aus Zirkoniumoxid gefräst. Für die Erhebung der marginalen Diskrepanz wurden Replika der Käppchen hergestellt und unter einem digitalen Mikroskop vermessen.Die statistische Auswertung zeigte keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Intraoralscannern CEREC AC Omnicam (Mittelwert: 86,09 micrometer ±61,46 micrometer) und Cara TRIOS (Mittelwert: 88,95 micrometer ±54,46 micrometer). Dahingegen war zwischen den Intraoralscannern und dem Laborscan der konventionellen Abformung (Mittelwert: 143,29 micrometer ±100,71 micrometer) ein statistisch signifikanter Unterschied festzustellen. Beide Intraoralscanner erzielten Werte für die marginale Diskrepanz, die der Forderung der Deutschen Gesellschaft für Zahm-, Mund- und Kieferheilkunde,[177] dass der Randspalt unter 100 micrometer betragen soll, gerecht werden. Der Laborscan der konventionellen Abformung musste jedoch mit durchschnittlich deutlich höheren Werten als klinisch nicht mehr akzeptabel eingestuft werden.Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich mithilfe der zwei Intraoralscanner im klinischen Umfeld Einzelzahn-Restaurationen mit einer guten Passgenauigkeit herstellen lassen, sofern die Präparationsgrenze gut einsehbar und trocken zu halten ist. Die Methode des indirekten Laborscans einer konventionellen Abformung stieß im klinischen Studienaufbau an ihre Grenzen und führte zu Restaurationen mit zu großen Randspalten. Eine Verbesserung dieser Methode wäre also wünschenswert.
Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen