Teriparatid-Therapie bei Patienten mit schwerer Osteoporose und Zustand nach Kypho- oder Vertebroplastie aufgrund pathologischer Wirbelkörperfrakturen

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Im Rahmen dieser Studie sollte untersucht werden, ob bei schwer an Osteoporoseerkrankten Patienten weiblichen und männlichen Geschlechts, die auf Grundpathologischer Wirbelkörperfrakturen kypho- oder vertebroplastiert wurden, durch dieApplikation eines Parathormon-Analogons eine signifikante Steigerung derKnochendichte im Bereich der Lendenwirbelsäule und des Schenkelhalses erreichtwerden konnte.Das verwendete Medikament, Teriparatid (hPTH (1-34)), ist der biochemischwirksame Anteil des Parathormons und wurde von den Patienten täglich subcutaninjiziert.Weiterhin sollte überprüft werden, ob diese Patienten im Vergleich zu Patienten, dienoch keine Frakturen erlitten hatten, von dieser Therapieform deutlicher profitierenkonnten.Zur Verifizierung wurden vor Therapiebeginn und ein Jahr nach Therapie eineKnochendichtemessung mittels DEXA-Verfahren an Wirbelsäule und Schenkelhalssowie biochemische Laborparameter (alkalische Phosphatase, Kalzium, Vitamin D,Parathormon im Serum) bestimmt.Die Ergebnisse zeigten, dass im Bereich der Lendenwirbelsäule schon nacheinjähriger Therapie mit Teriparatid eine osteoanabole Wirkung erzielt werdenkonnte.Bei der Betrachtung der Mittelwerte des T- Scores der LWS im Bereich L1 L4konnte eine Steigerung der Knochendichte um 0.64 SD bei den Patienten mitoperativ-therapierten Frakturen und eine Steigerung von 0,59 SD bei Patienten ohneFrakturen verifiziert werden.Dies entspricht einer durchschnittlichen Verbesserung der Knochendichte (T- Score)von 37,3% bei den Patienten mit schwerer Osteoporose und Zustand nachKyphoplastie/Vertebroplastie und einer Zunahme von 23,9% bei den Hochrisiko-Patienten ohne Wirbekörperfrakturen dieser Studie.Im Bereich des Schenkelhalses ist nach dem vorgegebenen Zeitintervall bei denPatienten mit schwerer Osteoporose und Zustand nach Kypho-/Vertebroplastie nochkeine signifikante Veränderung nachgewiesen worden.Eine Abnahme der Knochendichte (T- Score) in der zumeist aus kortikalem Knochenaufgebauten proximalen Femur-Region von 5% musste verzeichnet werden.Dieses Ergebnis kann durch die verschiedenen Knochenarten in den beidenMessregionen erklärt werden. Während im Bereich des Oberschenkelhalsesvermehrt kortikaler Knochen zu finden ist, sind die Wirbelkörperstrukturen zumeistaus spongiösem Knochenmaterial aufgebaut.Die Ergebnisse dieser Studie zeigen eine signifikante Zunahme der Knochendichteim Bereich des spongiösen Knochens und eine nur als zufällig zu wertendeVeränderung im Bereich des kortikalen Knochens.Es bleibt ungeklärt, ob eine längere Therapiedauer mit Teriparatid auch ankortikalem Knochen zu einer Knochendichtevermehrung führen wird.Eine einjährige Therapie jedoch kann nur signifikant positive Veränderungen anspongiösem Knochen, wie er an der Wirbelsäule zu finden ist, bewirken.Die verwendeten biochemischen Laborparameter alkalische Phosphatase, Kalzium,Vitamin D und Parathormon im Serum zeigten unter Teriparatid-Therapie über 9-12Monate Veränderungen, die nur als zufällig bezeichnet werden dürfen.In Bezug auf die alkalische Phosphatase könnte bei längerer Studiendauer einesignifikante Erhöhung eintreten, da bereits nach einjähriger Therapie eine positiveTendenz zu erkennen ist.In Bezug auf das PTH im Serum ist ein unveränderter Wert das gewünschteErgebnis, da eine deutliche Erhöhung des Parathormons zu Veränderungen imSinne eines iatrogenen Hyperparathyreoidismus führen würde.Man hat bereits in diversen Studien herausgearbeitet, dass nur die intermittierendeApplikationweise des Teriparatid zu Veränderungen im Sinne einer osteoanabolenWirkweise beiträgt, während die kontinuierliche Infusion zu einerKnochendichteminderung mit vermehrter Kalziumfreisetzung führt.Diese Studie zeigt eine signifikante Zunahme der Knochendichte an spongiösemKnochen bei nahezu unverändertem PTH und Kalzium im Serum. Man kann daherzusammenfassend sagen, dass das Therapieziel, eine Zunahme der Knochendichtedurch die Applikation von Teriparatid in den aus spongiösem Knochen bestehendenWirbelkörpern bei konstantem Kalzium und Parathormon im Serum erreicht wird unddurch die Ergebnisse dieser Arbeit bestätigt werden kann.

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