Wertigkeit von TSH und Schilddrüsenszintigraphie in der Diagnostik der felinen Hyperthyreose
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Zusammenfassung
Um die Wertigkeit von TSH und Schilddrüsenszintigraphie in der Diagnostik der felinen Hyperthyreose zu untersuchen, wurde bei 422 Katzen, die verdächtig für das Vorliegen einer Hyperthyreose waren, TSH-Bestimmungen mit einem humanen TSH-Assay durchgeführt und diese Ergebnisse retrospektiv ausgewertet. Bei 141 Katzen wurden zudem die Ergebnisse der Schilddrüsenszintigraphie beurteilt und bei 105 Katzen die Hormonveränderungen nach Radiojodtherapie untersucht. Des Weiteren wurden Signalement, anamnestische und klinische Befunde sowie Laborveränderungen retrospektiv im Vergleich zur aktuellen, vor allem aus dem amerikanischen Raum stammenden, Literatur ausgewertet. Es konnte hinsichtlich der Rasseverteilung, der Alters- und Geschlechtsstruktur, der Symptome sowie der Laborveränderungen und Blutdruckmessungen eine Übereinstimmung mit den in der aktuellen Literatur veröffentlichten Daten gefunden werden.Da drei labordiagnostisch als hyperthyreot geltende Katzen szintigraphisch als gesund klassifiziert werden konnten und bei drei weiteren Katzen Schilddrüsengewebe szintigraphisch nur caudal der Thoraxappertur und nicht in normaler Lokalisation nachgewiesen werden konnte, wurde der diagnostische Nutzen der Schilddrüsenszintigraphie zur Diagnose der felinen Hyperthyreose bewiesen. Es konnten auch hier Übereinstimmungen der ermittelten Daten mit denen der Literatur gefunden werden.Anhand einer großen, der Hyperthyreose verdächtigen, Patientenpopulation, die ohne Kenntnis über den TSH-Wert nach Symptomen und fT4-Konzentrationsbestimmung in eine hyperthyreote und eine euthyreote Gruppe eingeteilt wurde, konnte gezeigt werden, dass die TSH-Bestimmung bei der Katze mittels des humanen CLA zuverlässig möglich ist.Die funktionelle Sensitivität dieses Testes liegt für TSH im Serum von Katzen bei 0,024 mU/l und wir konnten für einen Bereich von TSH < 0,02 mU/l und TSH >0,04 mU/l eine Sensitivität von 95,4% mit einer Spezifität von 92,5% für die Diagnose der felinen Hyperthyreose finden. Den Bereich für TSH zwischen 0,02 mU/l und 0,04 mU/l sehen wir als Grauzone an.Bei Untersuchung des Verlaufs der fT4- und TSH-Konzentration bei 105 Katzen nach Radiojodtherapie konnte eine signifikante Veränderung der fT4- und der TSH-Konzentration bei allen therapierten Katzen gefunden werden. Der Abfall der fT4-Konzentration erfolgt hierbei bereits innerhalb der ersten Woche nach Therapie, der Anstieg des supprimierten TSH-Levels in den Normbereich zeigt sich erst nach einem Zeitraum von Wochen bis Monaten nach Therapie. Es konnten, wie bei einigen Menschen nach Radiojodtherapie auch, bei 15 Katzen einige Wochen nach Therapie abnorm hohe TSH-Level bei normalen fT4-Werten gefunden werden. Keine der als euthyreot klassifizierten Katzen zeigte ein TSH-Level von über 0,75 mU/l, der höchste gemessene Wert einer Katze nach Radiojodtherapie lag bei 6,61 mU/l.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
