Strukturelle Charakterisierung der Glykosphingolipide aus adulten Würmern von Schistosoma mansoni

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Durch eine gezielte Kombination verschiedener strukturanalytischer Ansätze sowie unter Einbeziehung immunologischer Methoden wurde im Rahmen dieser Arbeit ein sehr detaillierter Einblick in die strukturelle Vielfalt von Glykosphingolipiden (GSL) aus adulten Würmern von Schistosoma mansoni gewonnen. Basierend auf der massenspektrometrischen Analyse enzymatisch freigesetzter sowie derivatisierter Oligosaccharide konnten Vorschläge zur Struktur von insgesamt 11 verschiedenen Kohlenhydrat-Komponenten komplexer GSL-Spezies erarbeitet werden. Unter Berücksichtigung strukturspezifischer Fragmentierungspfade ermöglichte hierbei eine Abwägung registrierter Signalintensitäten neben der Identifizierung der vorherrschenden Strukturisomere gleichfalls Aussagen zur Präsenz isomerer Nebenkomponenten. In Übereinstimmung mit Literaturangaben und unter Einbeziehung des Bindungsverhaltens der Adultwurm-GSL gegenüber verschiedenen monoklonalen Antikörpern wurde so auf die Expression der Kohlenhydratepitope LacNAc, LeX, F-LDN, LDN-F, F-LDN-F, DF-LDN, LDN-DF, F-LDN-DF, DF-LDN-F und DF-LDN-DF geschlossen. Auf Grundlage dieser Ergebnisse konnten präzise Vorschläge zu möglichen Biosynthesewegen von GSL aus adulten Würmern abgeleitet werden.Darüber hinaus erlaubte die Etablierung einer Methode zum enzymatischen Verdau nativer GSL mit Sphingolipid-Ceramid-N-Deacylase im Mikro-Maßstab anhand der nachfolgenden Analyse hierbei gebildeter Lyso-GSL und freigesetzter Fettsäuren detaillierte Aussagen zur Zusammensetzung der Ceramid-Komponenten dieser GSL. Mit dieser Strategie wurde unter ausschließlicher Verwendung massenspektrometrischer Routineverfahren erstmals gezeigt, dass in den Ceramid-Komponenten LeX-tragender GSL aus Cercarien überwiegend Kombinationen aus C18- bis C20-Sphinganinen und langkettigen Fettsäuren mit 24 bis 28 Kohlenstoffatomen vorherrschen. Im Gegensatz hierzu wiesen komplexe GSL aus adulten Würmern C18-Sphingosin als Hauptkomponente LeX-tragender GSL auf, so dass parallel auf die Präsenz kurzkettiger Fettsäuren mit 16 bzw. 18 Kohlenstoffatomen in den entsprechenden Ceramid-Anteilen geschlossen werden konnte. Diese stadienspezifischen Unterschiede lieferten strukturbasierte Erklärungsansätze für die in früheren Untersuchungen beobachteten divergierenden immunmodulatorischen Eigenschaften komplexer GSL aus Cercarien und adulten Würmern.Neben detaillierten Einblicken in die strukturelle Diversität der Kohlenhydrat- und Ceramid-Komponenten von GSL aus S. mansoni liefern die im Rahmen dieser Arbeit erzielten Resultate somit den Ausgangspunkt für nachfolgende Untersuchungen zu funktionellen Eigenschaften dieser Substanzklasse.

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