Nachweis von Osteopontin in der extrazellulären Matrix der Rinderplazenta
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Zusammenfassung
Die Expression von Osteopontin (OPN) wurde an Rinderplazenten vom 30. bis 270. Tag der Trächtigkeit mittels immunhistochemischem Nachweisverfahren und Immun-fluoreszenz unter Verwendung von fluoreszeinmarkierten Esel Anti-Kaninchen Antikörpern ermittelt und lichtmikroskopisch beziehungsweise mit dem Fluoreszenzmikroskop untersucht. Hierfür wurden Gefrierschnitte verwendet. Des Weiteren wurde OPN mRNA mittels der RT-PCR und der In situ Hybridisierung nachgewiesen. Die Extraktion von OPN mRNA und OPN Protein erfolgte aus schockgefrorenen Rinderplazentomen. Immunhistochemisch war plazentomär eine starke, meist gefäßassoziierte Immunreaktion im maternalen Stroma zu finden. Im fetalen Mesenchym zeigten besonders Endothelien eine starke Immunfärbung für Osteopontin, während die umgebenden Fibroblasten nur eine schwache Färbung aufwiesen. Interplazentomär war apikal im Chorionepithel, sowie im Uterus- oder Karunkelepithel eine starke Immunantwort zu sehen. In der Immunfluoreszenz zeigte sich plazentomär eine starke Immunreaktion in den Trophoblastzellen und ein schwächeres Signal im maternalen Stroma. Interplazentomär konnte eine starke Immunfärbung apikal in den Zellen der uterinen Drüsen nachgewiesen werden. In der Immunhistochemie und -fluoreszenz erzeugten die Osteopontin Antikörper LF-123 und LF-124 ein starkes gefäßassoziiertes Signal. Die zugehörige Osteopontin mRNA wurde mittels eines spezifischen 333 bp RT-PCR Produktes in drei verschiedenen Trächtigkeitsstadien (Tag 120, 180 und 270) nachgewiesen. Über in situ Hybridisierung wurde OPN mRNA plazentomär in Gefäßendothelzellen des maternalen Stromas und im fetalen Mesenchym lokalisiert. Interplazentomär erfolgte der Nachweis von OPN Transkripten im fetalen Mesenchym und auch dort vor allem in den Endothelzellen sowie in einer Population von noch näher zu charakterisierenden Zellen, die möglicherweise dem Immunsystem zuzurechnen sind. Die OPN mRNA und -proteinexpression zeigte beim Rind keine signifikanten Unterschiede im Verlauf der Trächtigkeit. Aus den Ergebnissen der vorliegenden Studie lässt sich schließen, dass OPN an zwei Orten produziert und sezerniert wird; erstens in den uterinen Drüsen und zweitens in den Zellen des maternalen Septenstromas sowie in den Zellen des fetalen Zottenmesenchyms. Diese Tatsache spricht für mindestens zwei differenzierte Funktionen von OPN. 1. OPN könnte auch beim Rind die feto-maternalen Anheftung während der Implantation vermitteln, die nicht Gegenstand dieser Studie war. Hier verteilt sich in den Drüsen produziertes OPN an der feto-maternalen Grenzfläche und fungiert als Brückenmolekül zwischen Oberflächenrezeptoren (z.B. Integrinen) des Trophoblasten und des uterinen Epithels. 2. OPN spielt vermutlich als ein Ligand für die Integrinrezeptoren im maternalen Stroma und im fetalen Mesenchym eine Rolle und nimmt so möglicherweise Einfluss auf das Wachstum und die Ausdifferenzierung von maternalen Septen und fetalen Zotten.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler 2007
