Vertikale Wurzelfrakturen als Komplikation nach lateraler Kondensation

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In der aktuellen Literatur existieren verschiedene Fallberichte über vertikale Wurzelfrakturen endodontisch behandelter Zähne, die als Komplikation nach lateraler Kondensation auftreten können. Diese führen in der überwiegenden Zahl der Fälle zur Extraktion des betroffenen Zahnes. Als Material für endodontische Aufbereitungs-, aber auch Füllinstrumente stehen sowohl Edelstahl- als auch Nickel-Titan-Legierungen zur Verfügung. Letztere werden seit einigen Jahren vermehrt verwendet. Studien belegen, dass Nickel-Titan-Spreader (NiTi) die Zahnwurzel einem erheblich geringeren Stress beim Füllen der Wurzelkanäle aussetzen als Edelstahlspreader (STS). Der Frage, ob durch die Verwendung von NiTi-Spreadern als Ersatz für Edelstahlspreader das Risiko vertikaler Wurzelfrakturen als Komplikation nach der lateralen Kondensation bei der Verwendung verschiedener Kondensationskräfte und verschiedener Spreadergrößen gesenkt werden kann, sollte in dieser Studie nachgegangen werden.Sechsundneunzig einwurzelige, kariesfreie Unterkieferfrontzähne mit geraden Kanälen wurden nach Ausschluss von Mikrorissen (Mikroskop, Transillumination) randomisiert auf zwölf Versuchsgruppen verteilt. Nach dem Abtrennen der klinischen Krone, dem Erschließen des Kanalsystems und dem Einbetten der Wurzeln in ein Modell zur Simulation des Zahnhalteapparats wurden die Kanäle standardisiert mit dem FlexMaster-System® (bis 02/60) und anschließend manuell mit K-Feilen (ISO-Größe 55 und 60) aufbereitet. Die laterale Kondensation erfolgte in jeweils drei Gruppen mit Kondensationskräften von 1, 3 oder 5 kg. Die Kondensation wurde entweder mit einem STS- oder einem NiTi-Spreader der ISO-Größen 25 oder 30 durchgeführt. Nach 72 h Lagerung erfolgte die Belastung der Wurzelfüllungen bis zur Fraktur der Proben durch einen Kegel in einer Zwick-Testmaschine. Die maximale Belastungskraft (N), die zur Fraktur führte, wurde gemessen. Anschließend wurden die Frakturlinien mit Methylenblau angefärbt und klassifiziert.Es wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den verschiedenen Gruppen festgestellt. Die gemessenen Frakturwerte (MW ± SD) ergaben für NiTi-Spreader 321,5 ± 92,3,0 N bei einem Maximum von 653,4 N und einem Minimum von 165,0 N. Für STS-Spreader wurden 348,6 ± 117,7 N, ein Maximum von 654,6 N und ein Minimum von 159,6 N gemessen.Für Spreader der ISO-Größe 25 zeigten sich Werte von 327,0 ± 101,1 N, bei einem Maximum von 654,6 N und einem Minimum von 159,6 N. Für Spreader der ISO-Größe 30 wurden Werte von 343,1 ± 111,3 N mit einem Maximum von 653,4 N und einem Minimum von 183,1 N ermittelt.Die Untersuchung der Kondensationskräfte lieferte für die 1 kg-Gruppe einen Mittelwert von 346,7 ± 113,0 N, bei einem Maximum von 651,4 N und einem Minimum von 165,0 N. Für die 3 kg-Gruppe ergaben sich 353,2 ± 111,0 N, ein Maximum von 654,6 N und ein Minimum von 212,0 N. In der 5 kg-Gruppe konnten 305,1 ± 89,4 N, ein Maximum von 492,6 N und ein Minimum von 159,6 N gemessen werden.Zusammengefasst kann festgehalten werden, dass die Verwendung von NiTi-Spreader im Vergleich zu Edelstahlspreadern in geraden Kanälen von Unterkieferinzisivi bei Kondensationskräften von 1, 3 und 5 kg nicht zu einer Veränderung des Frakturrisikos bei der lateralen Kondensation führt.

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