Wirkeffekte additiver serieller lokoregionaler wassergefilterter Infrarot-A-Strahlung zu einer multimodalen rheumatologischen Komplexbehandlung bei ankylosierender Spondylitis : Nachweis des Ausmaßes der Wirksamkeit einer iterativen Anwendung von wIRA zusätzlich zur konventionellen Standardtherapie

Lade...
Vorschaubild

Datum

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

Eine serielle Hyperthermieanwendung kommt bei diversen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises bereits erfolgreich zum Einsatz. Mehrere aktuelle Studien konnten eine Schmerzlinderung, sowie positive Effekte auf funktionelle Parameter nachweisen. Zudem wurden positive Veränderungen auf Zytokin-Ebene objektiviert. Spondyloarthritiden (SpA) nehmen dabei den bisher mit am besten untersuchten Stellenwert ein. Dennoch sind die dazu vorliegenden Studien oft aufgrund geringer Fallzahlen und methodischer Mängel wie fehlender Randomisierung in ihrer Aussagekraft eingeschränkt. In dieser Dissertation kommt eine Abwandlung eines bewährten Verfahrens zur Ganzkörperhyperthermie mittels wassergefiltertem Infrarot-A (wIRA) lokal zum Einsatz. Es handelt sich um die erste Studie, die eine lokale wIRA-Behandlung im Zusammenhang mit der ankylosierenden Spondylitis (AS) untersucht.Insgesamt nahmen 71 Patienten mit radiografisch nachgewiesener axialer Spondylitis an der Studie teil. Alle erhielten für die Dauer ihres Klinikaufenthaltes eine multimodale rheumatologische Komplexbehandlung (MRKB). Mittels Randomisierung wurden sie in zwei Gruppen eingeteilt. 36 Patienten unterliefen die Intervention (IG), während eine Kontrollgruppe (KG) von 35 Patienten lediglich die Standardtherapie erhielt. Die Medikation mit Nicht Steroidalen Antirheumatika (NSAR) blieb während der Studie stabil, eine Therapie mit Disease Modifying Antirheumatic Drugs (DMARD) bzw. Biologika bestand nicht.Am ersten Tag vor der Intervention (IG) bzw. vor der Standardtherapie (KG) und nach der Therapie, sowie analog zum ersten Tag am zweiten, fünften und sechsten Tag wurden die Patienten gebeten ihre Schmerzstärke auf einer visuellen Analogskala (VAS) zu verbildlichen. Vor Interventions- bzw. Therapiebeginn (V0) füllten alle Patienten zudem standardisierte Fragebögen zu Krankheitsaktivität (BASDAI), gesundheitlichem Gesamtbefinden (BAS-G), funktionellen Fähigkeiten und Lebensqualität (FFbH, BASFI, HAQ) aus. Ein weiteres Mal wurden die Fragebögen nach Interventions- bzw. Therapieende (V1) und nach drei Monaten (V2) von allen Patienten ausgefüllt. Eine laborchemische Messung von AS-bezogenen Zytokinen/Interleukinen (IL-1ß, IL-6, IL-10 und TNF-alpha) fand jeweils zu den Zeitpunkten V0 und V1 statt. Nach drei Monaten wurde die Interventionsgruppe bezüglicher ihrer Zufriedenheit mit der Therapie befragt.Es zeigte sich, dass es innerhalb der IG an allen untersuchten Tagen zu einer signifikanten Abnahme des Schmerzniveaus kam, nicht jedoch in der KG. Verglich man den Aufnahme-Wert mit dem letzten erhobenen Wert nach Beendigung der Therapie an Tag 6, zeigte sich eine hochsignifikante Schmerzreduktion in der IG, aber nicht in der KG.Im funktionellen Assessment zeigten sich lediglich gruppeninterne Veränderungen, im Gruppenvergleich wurden allerdings keine signifikanten Differenzen deutlich. In den Laboruntersuchungen zeigte sich eine hochsignifikante Abnahme des TNF-alpha in der IG nach 6 Tagen, in der Kontrollgruppe kam es zu keiner signifikanten Abnahme. Die weiteren Interleukine wiesen keine signifikanten Veränderungen auf. Eine Korrelation der Schmerzstärke mit den Laborparametern wurde nicht nachgewiesen. Von den Assessment-Parametern korrelierte lediglich der BASF-Index deutlich mit den VAS-Werten.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Erstpublikation in

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform