Der Einfluss von VEGF im Tiermodell der akuten respiratorischen Insuffizienz
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Zusammenfassung
Die respiratorische Insuffizienz ist eine schwerwiegende Komplikation bei Intensivpatienten. Charakteristischerweise tritt bei allen Patienten eine Storung der alveolaren Epithel- und Endothelzellschicht auf, gefolgt von einem proteinreichen nicht kardiogenen Lungenödem. Weiterhin kommt es zu einem massiven Einstrom von Leukozyten und letztlich zu einem Lungenversagen. Vascular endothelial growth factor (VEGF) ist ein wichtiger Wachstumsfaktor, der fur die strukturelle Integritat der Lunge, insbesondere der Alveolen, verantwortlich ist und auserdem permeabilitatssteigernd wirkt. VEGF spielt auserdem eine Rolle fur das Uberleben von Zellen sowie fur deren Proliferation. Daher wird angenommen, dass es eine wichtige Rolle in der Pathogenese des ARDS spielt. Doch seine Rolle ist bislang nicht abschliesend geklart. Im Rahmen dieser Arbeit sollte die Veranderung des endogenen VEGF und seiner Rezeptoren im Modell der LPS-induzierten respiratorischen Insuffizienz untersucht werden, um dann eine Moglichkeit zu finden, dieses Wissen therapeutisch einzusetzen. Im Zeitverlauf ergab sich eine Herunter-Regulation der VEGF und Flk-1 mRNA in alveolaren Epithelzellen, nicht jedoch in Endothelzellen. Flt-1 war nicht reguliert. Nun wurde versucht, mittels intratrachealer Applikation die Tiere 24 Stunden nach LPSStimulation mit VEGF zu behandeln. Dies hatte einen positiven Effekt auf viele der gemessenen Parameter. Die Leukozytenanzahl sowohl in der BAL als auch im Lungeninterstitium war deutlich reduziert, ebenso die Odembildung. Weiterhin wurden scheinbar mehr Monozyten zur Transmigration angeregt, was eine vermehrte Reparation der Lungenschaden vermuten lasst. Durch die Verwendung zweier Dosierungen von VEGF konnte gezeigt werden, dass die hohere Dosis von 10 ng weniger positive Effekte aufweist als die geringe Dosis von 1 ng. Dies weist auf eine dosis-abhangige Wirkung von VEGF hin. Ob die Regulation von VEGF mRNA beim Menschen ebenso ablauft, muss noch untersucht werden. Es wurde nachgewiesen, dass eine gering dosierte Applikation von VEGF zu deutlich positiven Effekten auf Zellzahl, Odembildung und Reparation im Krankheitsverlauf fuhrt wahrend eine hohere Dosis zur Aufhebung der positiven Effekte fuhrt. Inhalatives VEGF konnte also bei der Behandlung des ARDS beim Menschen einen Beitrag leisten.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Gießen : VVB Laufersweiler
