Analyse und Bewertung der Abundanz und des Artenspektrums von Regenwürmer (Lumbriciden) in den ackerbaulich genutzten Böden des Lehr- und Versuchsbetriebes Gladbacherhof

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Auf dem Lehr- und Versuchsbetrieb für ökologischen Landbau der Justus-Liebig-Universität Giessen, Gladbacherhof, wurden im Frühjahr und Herbst 2001 Untersuchungen zu Regenwurmpopulationen durchgeführt. Analysiert wurden acht ausgewählte Ackerstandorte (Dauertestflächen). Vergleichende Beobachtungen fanden außerdem in Böden von Wald, Wiese und Ackerrain statt (Methodik: Handauslese, je Standort acht Wiederholungen, Beprobungsfläche 1/10 m², Beprobungstiefe 50 cm). Untersucht wurden die Parameter Artenspektrum, Abundanz, Biomasse, Altersstruktur und Dominanzstruktur. Insgesamt wurden 12 Lumbricidenarten gefunden. Die häufigsten Spezies der Dauertestflächen waren die endogäichen Arten Aporrectodea icterica SAVIGNY (27 %), Aporrectodea caliginosa SAVIGNY (27 %) und die anözische Art Lumbricus terrestris LINNE (23 %). Die Ackerstandorte erwiesen sich mit einem Vorkommen von bis zu sieben Arten als artenreich und zeichneten sich durch einen hohen Anteil der anözischen Art L. terrestris aus. Für die acht Ackerflächen ließen sich durchschnittliche Abundanzen von 51 Individuen/m² mit einer Biomasse von 41 g/m² nachweisen. Unter Wiese wurde eine mittlere Dichte von 239 Individuen/m² mit einer Biomasse von 67 g/m² ermittelt. Der durchschnittliche Anteil juveniler Tiere lag unter Ackernutzung bei 47 %, unter Wiesennutzung bei 69 %. Vom Feldrain zur Feldmitte wurden trotz zwanzigjähriger ökologischer Bewirtschaftung deutlich abnehmende Abundanzen ermittelt. Ein völliges Verschwinden der Regenwürmer mit zunehmendem Abstand von Feldrain, wie unter konventioneller Bewirtschaftung mitunter zu beobachten, wurde nicht festgestellt.

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