Meditation und Hirnalterung: Implikationen für die Demenz-Prävention

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Jedes Gehirn unterliegt im Laufe des Lebens verschiedenen Alterungsprozessen, die beim Zusammenkommen gewisser Risikofaktoren in einer Demenz münden können. Gleichzeitig verfügt das Gehirn über die Fähigkeit auch im Alter noch Neurogenese betreiben zu können. Meditation, d.h. ein Achtsamkeitstraining in Selbstregulation, kann dabei mittels Neuroprotektion und -plastizität diesen Alterungsprozessen in den betroffenen Hirnregionen entgegenwirken. Zum einen direkt über Aufmerksamkeits- und Emotionsregulation und zum anderen indirekt über Symptomlinderung assoziierter Psychopathologien (Angst- und Schlafstörung, Depression sowie Stress). Aufbauend auf der Annahme, dass Meditation einen wichtigen Beitrag in der Demenz-Prävention leisten könnte, wurde in der vorliegenden Arbeit auf Basis von strukturellen MRT-Bildern, analog zu Gasers BrainAGE-Punktwert (der Differenz zwischen geschätztem und chronologischen Hirnalter, HS-Differenz), an einer Stichprobe von N = 33 Meditierenden und N = 31 Kontrollen, eine Altersschätzung mit einer Analyse-Toolbox (PRoNTo) durchgeführt. Im 1. Lauf der Analyse wurde der Algorithmus auf Basis eines Trainingsdatensatzes mit Altersangabe (N = 180) aufgrund von Hirnstruktureigenschaften optimiert. Im 2. Lauf der Analyse wurden dann ohne Altersangabe ausgehend von den mit großem Gewicht in die Altersschätzung eingehenden Hirnregionen das Alter der Gehirne aus einer Marburger Meditationsstudie geschätzt. Dabei wurde die Hypothese untersucht, inwieweit das geschätzte Hirnalter von erfahrenen Meditierenden niedriger ist als das von Kontrollpersonen. Ein weiteres Ziel dieser Arbeit lag in der explorativen Fragestellung, welche Hirnregionen mit wieviel Gewicht in die Altersschätzung eingehen und ob es sich dabei um von Hirnalterungsprozessen betroffene sowie durch Meditation positiv beeinflussbare Regionen des Gehirns handelt.Die Ergebnisse konnten dabei nur für die über 50-Jährigen eine signifikante Unterschätzung der Gesamtgruppe (nicht der Teilgruppen) in der Altersschätzung nachweisen. Es konnte darüber hinaus nur tendenziell (nicht signifikant) ein negativer Zusammenhang zwischen der Meditationserfahrung und dem geschätzten Hirnalter aufge-zeigt werden. Zieht man dabei noch die offensichtlichen Limitationen der vorliegenden Arbeit in Betracht, ist es nachvollziehbar, dass es weiterer (größer angelegter) Längsschnittstudien bedarf, um Meditation als kostengünstige Präventionsmaßnahme in den klinischen Alltag zu implementieren.

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