Die Ossifikation der medialen Klavikulaepiphyse in der forensischen Altersdiagnostik zur Feststellung der Vollendung des 21. Lebensjahres : sonografische Beurteilung und morphologische Ursachen für Differenzen zur Computertomografie und Makroskopie

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Die Intention dieser Arbeit war die Untersuchung der Frage ob die sonografische Beurteilung des Ossifikationsstadiums der medialen Klavikulaepiphyse die Vollendung des 18. bzw. 21. Lebensjahres nachweisen kann.Sie setzt sich aus drei Teilen zusammen: Zum einen wurde die Verknöcherung der medialen Schlüsselbeine beidseits bei 414 Individuen beiden Geschlechts im Alter zwischen 14 und 26 Jahren sonografisch bewertet. Das Stadium 4, welches der vollständigen epiphysären Fusion entspricht, wurde in allen untersuchten Altersgruppen beobachtet. Es konnte geschlussfolgert werden, dass bei 12,1 % der minderjährigen Probanden dieses Stadium falsch positiv vergeben worden ist.In einer vergleichenden Untersuchung in der Beurteilung der medialen Klavikula zwischen Sonografie, Computertomografie und Makroskopie an fünf männlichen Verstorbenen im Alter zwischen 15 und 28 Jahren konnten Ursachen für diese falsch positive Stadienbestimmung ermittelt werden: Normvarianten können ein Stadium 4 imitieren, obwohl sich das Schlüsselbein tatsächlich noch in einem frühen Stadium der Entwicklung befindet, vorhandene Reste der Epiphysenfuge vor allem im dorsokaudalen Bereich können aufgrund des eingeschränkten sonografisch einsehbaren Untersuchungsbereich übersehen. Des Weiteren können sonografische Bildartefakte tatsächlich nicht vorhandene Epiphysenfugen oder auch knöcherne Ossifikationszentren imitieren. Insgesamt stimmten die sonografisch ermittelten Ergebnisse in sieben von zehn Fällen nicht mit den computertomografisch bzw. makroskopisch ermittelten überein.In einer Auswertung der sonografischen Morphologien konnten einzelne Konfigurationen der medialen Klavikula identifiziert werden, deren Vorhandensein nicht zwangsläufig einer tatsächlich vorliegenden vollständigen Fusion entsprechen muss. Eine genaue Unterscheidung der Stadien 1 und 4 gelingt anhand der Sonomorphologie jedoch nicht.Nach den in dieser Arbeit vorgestellten Ergebnissen kann die Sonografie nicht die Computertomografie in der Beurteilung der medialen Klavikulaepiphyse im Rahmen der forensischen Altersdiagnostik als Goldstandard ablösen.

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