Entwicklung und Anwendung molekularbiologischer Verfahren zum Nachweis von Kuhmilch in Ziegenmilch und -käse
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http://dx.doi.org/10.22029/jlupub-12129Abstract
Zum Nachweis einer Verfälschung von Ziegenmilcherzeugnissen mit Kuhmilch wurde eine PCR-Methode auf Basis speziesspezifischer Oligonukleotidprimer für das bovine Cytochrom b-Gen entwickelt, mit der es möglich ist -unabhängig von der Verarbeitungsart der Käse- einen Kuhmilchzusatz zu Ziegenkäse und anderen Erzeugnissen aus Ziegenmilch sicher zu erkennen. Für die DNA-Extraktion wurde das Verfahren nach ROMERO und LOPEZ-GONI (1999) unter Verwendung eines NET-Puffers angewendet. Ein Probenvolumen von 600 myl erwies sich unter praktischen Gesichtspunkten als optimal. In umfangreichen Vorversuchen wurden molekularbiologische Verfahren auf der Basis von universellen Primer für das cytb-Gen in Verbindung mit dem Restriktionsfragment-Längenpolymorphismus getestet. Diese erwiesen sich jedoch als ungeeignet, da in Mischungen aus Kuh- und Ziegenmilch häufig falsch-negative Ergebnisse erzielt wurden. Mehrere Systeme zum direkten Nachweis bovinen cytb-Gens unter Verwendung speziesspezifischer Primer wurden geprüft. Hier konnte ein Testsystem etabliert werden, mit dem Kuhmilchzusätze zu Ziegenmilch bzw. Ziegenkäse zuverlässig detektiert werden konnten, mit einer Nachweisgrenze von 1 % Kuhmilchanteil. Eine Anwendungsstudie dieser PCR Methode bei 165 Handelsproben zeigte, dass ein erheblicher Anteil (13 %) der auf dem Markt befindlichen Ziegenkäse nicht deklarierte Zusätze von Kuhmilch aufwies. Orientierende Untersuchungen zum speziesspezifischen Nachweis des cytb-Gens in Milch der Tierarten Ziege, Schaf, Büffel, Kamel, und Pferd wurden unter Verwendung von Oligonukleotidprimern durchgeführt. Mit Einschränkung hinsichtlich einer nicht völligen Speziesspezifität ist mit diesem Verfahren eine Tierartendifferenzierung in Milch möglich.Link to publications or other datasets
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Giessen : VVB Laufersweiler 2006
