In-vivo Abformgenauigkeit von A-Silikonen

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Randspalten zwischen Restaurationen und der Zahnhartsubstanz stellen ein zentrales Problem in der prothetischen Zahnheilkunde dar. Die Randschlussgenauigkeit muss aufgrund der Gesunderhaltung der Zähne und des Zahnhalteapparates, sowie der Lebensdauer der Restaurationen so hoch wie möglich sein [21].Das Ziel dieser Untersuchung war es daher, im Rahmen einer retrospektiven Studie, die Abformgenauigkeit von fünf Polyvinylsiloxanen anhand der fertigen prothetischen Restauration zu vergleichen.94 Zähne wurden für die Aufnahme von Kronen, Brücken oder Teleskopkronen unter standardisierten Bedingungen vorbereitet und durch 55 Abformungen, davon jeweils 11 mit Affinis Putty Super Soft / Affinis Light-Body bzw. Affinis Regular-Body, Aquasil Putty Soft / A-quasil LV, Aquasil Putty Soft / Aquasil Ultra LV, Dimension Penta H / Dimension Garant L und Imprint-II hochviskos / Imprint-II niedrigviskos, auf ein Gipsmodell zur indirekten Restaurationsherstellung im Dentallabor übertragen. Erstabformungen erfolgten in der Doppelmischtechnik, evtl. notwendige Wiederholungen, z.B. aufgrund einer zirkulär nicht komplett dargestellten Präparationsgrenze, in der Korrekturtechnik.Die Randschlussqualität der fertigen Kronen bzw. Brücken wurden bei der Anprobe im Mund des Patienten mit einem Messsondensatz bestehend aus fünf µm-Messonden (100-500 µm / Abstand 100 µm) an sechs definierten Stellen jedes einzelnen Pfeilers beurteilt.Die in der Auswertung gemessenen Randschlussfehler lagen je nach Material zwischen <100 µm und <500 µm. In 60% bis 94,4% der Fälle lag der maximale Randschlussfehler pro Zahn je nach Material unter 300 µm.Beim Vergleich der Materialien waren weiterhin qualitative Unterschiede bei der Beurteilung der Erst- und Wiederholungsabformungen zu beobachten. Das Material Affinis zeigt hier die genauesten Resultate. Bei der Beurteilung der zur Herstellung der Restaurationen genutzten Arbeitsmodelle zeigten die Materialien Affinis und Aquasil Ultra die detailgetreuesten Wiedergaben. Bei den Randspaltmessungen der fertigen Restaurationen zeigt ebenfalls das Material Affinis im Vergleich die geringsten Ungenauigkeiten.Beim Vorliegen einer Sulkusblutung während der Abformung und bei komplett infragingival lokalisierten Präparationsgrenzen waren über alle Materialien vermehrt Fehler bei den Doppelmischabformungen zu beobachten.Die Ergebnisse der Untersuchung verdeutlichen, dass neben den Abformmaterialien und den Abformtechniken, klinische relevante Faktoren einen großen Einfluss auf das Gelingen einer Abformung haben und damit in der Folge die Präzision einer prothetischen Restauration im bedeutendem Maß beeinflussen können.

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