Rolle von Serotonin bei der rechtsventrikulären Hypertrophie

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Hintergrund: Die pathologische rechtsventrikuläre Hypertrophie entsteht u. a. infolge der nicht seltenen pulmonalen Hypertonie und kann über Rechtsherzversagen zum Tode führen. Serotonin ist ein biogenes Amin, das seine Wirkung über 14 verschiedene Rezeptoren in unterschiedlichen Geweben entfaltet. Die Hemmung der Serotonin-Rezeptoren 2A und 2B durch die Substanz Tergurid zeigte vielversprechende Effekte in Bezug auf den strukturellen Gefäßwandumbau bei der pulmonal-arteriellen Hypertonie. Diese Arbeit untersucht nun die Wirkung einer kombinierten Blockade von Serotonin-Rezeptoren am rechten Herzen.Methoden: Männliche C57Bl6J-Mäuse wurden einer Pulmonalarterienstenose mittels eines Clips unterzogen und über einen Zeitraum von 14 Tagen mit dem Serotonin-Rezeptor 2A oder 2B Antagonisten Tergurid, SB204741 oder einer Trägersubstanz behandelt. Auf Zellkulturebene erfolgte die Stimulation von adulten kardialen Rattenfibroblasten mit dem transformierenden Wachstumsfaktor (TGF) Beta1, Basal- oder Wachstumsmedium und die Untersuchung des Einflusses von den oben genannten Substanzen und Ketanserin auf die Proliferation und Kollagensynthese dieser Zellen. Die Effekte einer Serotonin-Rezeptor Blockade wurden mittels Western Blot, quantitativer Echtzeit-Polymerasekettenreaktion, histologischer Färbung sowie Kollagen- und Proliferationstests untersucht.Ergebnisse: In den Tierexperimenten zeigte sich eine protektive Wirkung von Tergurid und SB204741 bei der Entstehung der kardialen Fibrose mit Effekten auf die Produktion und Ablagerung von Kollagen. In den Zellkulturexperimenten gelang es nicht, mit TGF-Beta1 eine Kollagensynthese zu induzieren, obwohl der nachgeschaltete SMAD Signalweg aktiviert wurde. Hier könnte eine mögliche Transformation der Fibroblasten in Myofibroblasten eine Rolle spielen. Allerdings konnte die Serum-induzierte Proliferation der Fibroblasten durch Ketanserin, aber auch von Tergurid beeinflusst werden.Schlussfolgerung: Tergurid stellt auch für den direkten Einsatz am Herzen einen aussichtsreichen Wirkstoff dar. In Zellkulturexperimenten konnte ein anti-proliferativer und im Tiermodell ein anti-fibrotischer Effekt dargestellt werden. Weitergehende Untersuchungen sollten die exakten molekularen Mechanismen sowie eine mögliche Beteiligung des Serotonin Signalweges in Kardiomyozyten adressieren.

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