Expressionsanalyse und klinische Bedeutung des High-mobility Group AT-hook 2 Antigens (HMGA2) in humanen Glioblastomen

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HMGA2 ist ein mit Malignomen und einer schlechten Gesamtprognose verbundener Transkriptionsfaktor in humanen Karzinomen. Ziel der Studie war die Untersuchung der HMGA2-Expression und der prognostische Wert hinsichtlich des progressionsfreien Intervalls und der Gesamtüberlebenszeit in methylierten und nicht-methylierten hu- manen Glioblastomen.In 44 Glioblastompräparaten und 5 nicht-tumorösen Normalhirnschnitten wurde die HMGA2-Expression mittels quantitativer real-time PCR (qPCR) und Immunhistochem- ie (IHC) untersucht. Die Genexpressionslevel in MGMT-methylierten und nicht- methylierten Glioblastomzellen und zwischen Tumor- und Normalhirngewebe wurden mittels des Mann-Whitney U Tests miteinander verglichen. Die Beziehung zwischen HMGA2-Expression, progressionsfreiem Überleben und Gesamtüberleben wurde mit der Kaplan-Meier Methode und dem log-rank test untersucht. P-Werte <0,05 wurden als statistisch signifikant gewertet.Zum Diagnosezeitpunkt hatten die Patienten ein mittleres Alter von 57,4 ± 15,7 Jahren. Das mediane Gesamtüberleben betrug 16 Monate (SE 2,8, 95% CI: 10,6-21,4). Die HMGA2-Genexpression war beim Glioblastom im Vergleich zum Normalhirngewebe sowohl in der qPCR (mean: 0,35, SD: 0,27 vs. 0,03, SD: 0,05) als auch IHC (IRS mean: 17,21, SD: 7,43 vs. 3,20, SD: 1,68) signifikant erhöht (p=0,001). Das mediane Gesamtüberleben bei Patienten mit einer HMGA2-Überexpression war 20 Monate im Vergleich zu 28 Monaten bei niedriger HMGA2-Expression (p=0,38). Die Überle- bensanalyse bei methylierten Patienten (n=24) zeigte, dass eine erhöhter HMGA2- Expression im Vergleich zu einer niedrigen HMGA2-Expression tendenziell mit einem kürzeren medianen progressionsfreiem Überleben assoziiert ist (10,0 versus 21,0 Monate; p=0,14). Nicht-methylierte Patienten (n=18) mit einer HMGA2- Überexpression zeigten keine signifikanten Unterschiede zur methylierten Gruppe.Eine HMGA2-Überexpression in Glioblastompatienten zeigt tendenziell eine schlechtere Gesamtprognose. Das untersuchte Protein könnte in Zukunft als informa- tiver Biomarker und Prognosefaktor unabhängig vom MGMT- Promotermethylierungsstatus dienen.

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