Der Vergleich des Zahnputzvorgangs bei höchster und niedrigster Zahnputzeffektivität

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Obwohl sich das Zähneputzen als Gesundheitsverhalten fest in der Bevölkerung etabliert hat, bleibt die Prävalenz plaque-bedingter Parodontalerkrankungen hoch. Zahnärztliche Empfehlungen zum Zähneputzen stützen sich auf eine schwache Evidenzbasis und es ist bislang unklar, welche Aspekte mit einer effektiven Zahnreinigung assoziiert sind. Das Ziel dieser Arbeit war es daher zu untersuchen, ob und inwiefern sich der Zahnputzvorgang von Personen mit einer hohen im Vergleich zu einer niedrigen Zahnputzeffektivität unterscheidet. Im Zuge der Sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS · 6) wurden die Studienteilnehmenden gebeten, sich ihre Zähne nach bestem Vermögen zu reinigen und dabei videoaufgezeichnet. Nach dem Zähneputzen folgte eine zahnmedizinische Untersuchung, bei der die verbleibende Plaque angefärbt und erfasst wurde. Für einen Extremgruppenvergleich wurden die Teilnehmenden mit den niedrigsten sowie den höchsten Plaquewerten identifiziert. Die Stichproben der Erwachsenen (n = 35 vs. n = 33) und der Kinder (n = 14 vs. n = 18) wurden dabei separat betrachtet. Der Zahnputzvorgang aller ausgewählten Personen wurde systematisch hinsichtlich der Zahnputzdauer, der erreichten Flächen und Sextanten, der ausgeführten Bürstbewegungen sowie der Interdentalhygiene ausgewertet und anschließend einander gegenübergestellt. In der Stichprobe der Erwachsenen putzten die Personen mit den niedrigsten Plaquewerten ihre Zähne länger, worunter ein größerer Anteil auf die Oralflächen entfiel. Sie putzten mehr Sextanten mit einer längeren Putzdauer, der Anteil elaborierter Bewegungen an den Lateralflächen war höher und es führten mehr Personen Interdentalhygiene durch. In der Stichprobe der Kinder fiel der Gruppenvergleich weniger deutlich aus, jedoch konnte für alle untersuchten Parameter ein Unterschied in erwarteter Richtung beobachtet werden. Der Migrationshintergrund erwies sich in dieser Stichprobe als Moderatorvariable der Gruppenunterschiede im Zahnputzvorgang. In beiden Stichproben unterschied sich der Zahnputzvorgang der Untersuchungsgruppen hinsichtlich mehrerer Verhaltensaspekte. Dies weist darauf hin, dass es nicht einzelne Aspekte sind, die ein effektiveres Zähneputzen auszeichnen, sondern dass eher das Zusammenspiel verschiedener Aspekte hierfür bedeutsam ist.

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