Verlaufsbeurteilung der pulmonalen Hypertonie mittels nicht-invasiver Parameter

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Hintergrund: Die pulmonale Hypertonie (PH) führt zu einer progredienten Rechtsherzinsuffizienz mit abnehmendem Herzzeitvolumen. Der Rechtsherzkatheter gilt als "Goldstandard zur Erfassung der pulmonalen Hämodynamik. Nicht-invasive Marker der hämodynamischen Veränderungen würden das Patientenmanagement erheblich erleichtern. Brain natriuretic peptide (BNP) und pro brain natriuretic peptide (ProBNP) sind mit der Hämodynamik assoziiert. Ziel dieser Arbeit war es zu prüfen, ob die Veränderungen von BNP, ProBNP und Harnsäure (HRS) im zeitlichen Verlauf geeignet sind, die Veränderung der Hämodynamik anzuzeigen.Methodik: 73 PH-Patienten wurden retrospektiv in der Zeit zwischen 10/96 bis 02/04 untersucht. Alle Patienten erhielten 2 Rechtsherzkatheteruntersuchungen, deren Abstand im Mittel 6 Monate betrug. Es wurden jeweils die pulmonale Hämodynamik mit den Parametern mittlerer pulmonal arterieller Druck (mPAP), pulmonal arterieller Verschlußdruck (PAWP), zentralvenöser Druck (CVP), Herzminutenvolumen (HMV), pulmonal vaskulärer Widerstand (PVR), pulmonal arterielle Sauerstoffsättigung (venSO2) und die Laborwerte ProBNP, BNP, Harnsäure (HSR) und der Sechs-Minuten-Gehtest (6mwd) erhoben.Ergebnisse: Die Veränderung bestimmter hämodynamischer Parameter war signifikant mit der Veränderung bestimmter nicht-invasiver Marker korreliert: BNP mit venSO2 (r = - 0,405), ProBNP mit venSo2 (r = - 0,410), HRS mit PVR (r = 0,461), 6mwd mit venSO2 (r = 0,493). Die Korrelationen der Veränderungen des BNP und die des ProBNP zu den Veränderungen des PVR, des mPAP, des CVP und des HMV waren nicht signifikant. Interessanterweise waren die Veränderungen der Harnsäure signifikant mit der Veränderung des ProBNP korreliert (r = 0,726).Schlussfolgerung: Von den untersuchten Markern erlaubt der Verlauf der Harnsäure (HRS) die beste Vorhersage der hämodyamischen Veränderungen bei schwerer PH. Das BNP scheint eher die Hämodynamik bei Diagnosestellung anzuzeigen, als zuverlässige Rückschlüsse auf die hämodynamischen Veränderungen zuzulassen.Die Daten zeigen auch, dass die nicht-invasiven Parameter starken Schwankungen unterliegen und dass der Rechtsherzkatheter somit weiterhin den Goldstandard in der Diagnostik der pulmonalen Hypertonie darstellt und durch Laborchemie oder Belastungsuntersuchungen nicht vollständig ersetzbar ist.

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