Entwicklung und Anwendung immunchemischer Verfahren zum Nachweis von saurem Gliafaserprotein und von basischem Myelinprotein als Markersubstanzen für Gewebe des zentralen Nervensystems in Lebensmitteln
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Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit wurden neuartige Immuntests im Format des Sandwich-Enzymimmuntests für saures Gliafaserprotein (GFAP) und basisches Myelinprotein(MBP) entwickelt. Nach einheitlicher, einfach durchzuführender Extraktion desProbenmaterials mit 1% SDS/A.dest.-Lösung war ein sicherer Nachweis von bovinemZNS im Konzentrationsbereich von 0,1% im MBP-Testsystem und von 0,5% im GFAPTestsystemmöglich. Das Testsystem für GFAP weist im Hinblick auf bestehendeTestsysteme, insbesondere im Vergleich zu kommerziellen GFAP-Nachweissystemen, einegenerell deutlich verbesserte Tierart- und Gewebespezifität bei vergleichbarerNachweisempfindlichkeit auf. Mit diesem Testsystem ist ein allgemeiner Nachweis vonSäugetier-ZNS im Probenmaterial möglich. Das Testsystem für MBP eignet sich hingegenzum spezifischen Nachweis von Wiederkäuer-ZNS und stellt das erste praktikableTestsystem im Standard-Format eines Sandwich-Enzymimmuntests für MBP dar. ZNSMaterialienverschiedener Lokalisation (Gehirn, Rückenmark) ergeben in diesemTestsystem quantitativ gleiche Ergebnisse, so daß eine Quantifizierung des ZNS-Gehaltesvon untersuchten Proben möglich ist. Die Anwendbarkeit der Testsysteme wurde anhandkünstlich kontaminierter Proben und anhand von Praxisproben geprüft. Beide Systemeeignen sich zum Nachweis von ZNS-Material in nicht erhitzten, in erhitzten(Vollkonserve) sowie in komplex verarbeiteten Lebensmitteln. Somit eigenen sich dieentwickelten Testsysteme grundsätzlich für eine breite Anwendung. Der Einsatz dieserTestsysteme, insbesondere in Kombination, ermöglicht eine Verbesserung derNachweissicherheit in der Routineuntersuchung von Lebensmitteln auf Zusätze von ZNSMaterialsowie eine vorläufige Differenzierung hinsichtlich der Herkunft des ZNSMaterials.Aufgrund der einfachen Anwendbarkeit der Testsysteme und der Testdauer (ca.5 h, einschließlich Probenvorbereitung von bis zu 30 Proben) wird ein Einsatz dieserVerfahren vor allem als Screeningtest vorgeschlagen.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler 2010
