Entwicklung eines Entscheidungs- und Überwachungsprogramms zur oralen Medikation beim Schwein

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Durch den § 12a TÄHAV wird von dem Tierarzt gefordert, sich bei der Arzneimittelabgabe an den Tierhalter zu vergewissern, dass die Möglichkeit der ordnungsgemäßen Arzneimittelanwendung gegeben ist. Die Therapiesicherheit oral anzuwendender Fertigarzneimittel, deren Einsatz in den letzten Jahren enorm zugenommen hat, ist allerdings von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z. B. von der Matrixstruktur des Futters, der Wasserqualität, der Tränke oder deren Durchflussrate. Der Tierarzt kann dies oftmals nicht vollständig überblicken und alle Faktoren berücksichtigen. Aus diesem Grund kam die Fragestellung auf, ein EDV-Programm zu entwickeln, welches dem bestandsbetreuenden Tierarzt als Hilfestellung bei der Überprüfung der Medikation dient. Unter Verwendung der Programmiersprache C# wurde im Rahmen dieser Arbeit ein EVD-Programm entwickelt, welches eben diese Anforderung erfüllen soll. Das Programm besteht aus vier Unterpunkten: der Halterinformation, dem Fragebogen, der Auswertung und dem Protokoll. In der Halterinformation werden alle Angaben zu dem Betrieb gespeichert. Der Fragebogen entspricht im Aufbau einer Checkliste. Die wichtigsten Punkte, die die orale Medikation über das Futter oder Tränkwasser betreffen, können der Reihe nach bei der Bestandsbegehung abgearbeitet werden. Durch intuitive graphische Ausgabe wird sofort angezeigt, ob der soeben bearbeitete Aspekt in dem betreffenden Bestand negative Auswirkungen auf die Therapiesicherheit hat. Eine entsprechende Erklärung wird ebenfalls stets geliefert. Des Weiteren liefert das Programm auch Informationen über wichtige Einflussgrößen auf die Therapiesicherheit, wie z. B. die Durchflussrate der Tränke oder Empfehlungen für die Leitungsreinigung. Das Protokoll fasst alle Fragen mit der jeweils gewählten Antwort zusammen und dient dem Tierarzt somit als Überblick. Die Auswertung dient als Dokumentation und Informationsblatt für den Tierhalter. Hier werden alle Punkte aufgelistet, die zu einer eingeschränkten Therapiesicherheit führen können. Der Tierhalter muss diese Auswertung unterzeichnen und bestätigt zugleich, dass er von dem Tierarzt über die Mängel und Verbesserungsmöglichkeiten in seinem Bestand im Hinblick auf die orale Medikation aufgeklärt wurde. Somit wird durch das Programm auch die Dokumentationspflicht des Tierarztes erfüllt. Dieses Programm soll sowohl Tierarzt als auch Tierhalter für die Problematik der oral anzuwendenden Fertigarzneimittel sensibilisieren und die Therapiesicherheit und somit auch den Verbraucherschutz verbessern.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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