Randomisierte Doppelblindstudie zur Reduktion physiologischer Parameter durch Ohrakupunktur bei einer psychischen Belastungssituation (Public Speaking)

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Die vorliegende Ohrkupunktur Studie wurde bewusst als doppelblind randomisierte Studie konzipiert, um der Kritik, Akupunkturstudien wiesen ein mangelhaftes Studiendesign auf, entgegen zu wirken. 96 Probanden wurden randomisiert drei Behandlungsverfahren zugeordnet: Verum Akupunktur an fünf spezifischen Punkten im Ohr, Schein Akupunktur an fünf Punkten am Mastoid und eine Placebo Behandlung mit einem verschweissten Laser, der doppelblind eingesetzt wurde. Die Probanden wurden des weiteren in zwei Gruppen unterteilt und dabei ebenfalls randomisiert der Stress oder Non-Stress Gruppe zugewiesen. Als Modellstressor kam die öffentliche Rede zur Anwendung, die sich hinsichtlich Validität und Reliabilität in vorausgegangenen Studien etabliert hat. Das Behandlungsziel wurde an den physiologischen Größen Herzfrequenz, Blutdruck und elektrodermale Aktivität evaluiert. Es wurden drei Hypothesen aufgestellt, die überprüfen sollten, ob: der Modellstressor seiner Funktion, als Stressor zu fungieren, nachkommt, die Verum Akupunktur unter Stress eine Minderung der physiologischen Parameter bewirkt, die Verum Akupunktur den anderen Behandlungsverfahren überlegen ist. Die erste Hypothese konnte angenommen werden, wohingegen die zweite und dritte Hypothese weitestgehend abgelehnt wurden. Ein Erklärungsansatz ist der durch die Nadelung gesetzte Schmerzreiz, der eine Anhebung der physiologischen Messgrößen bewirkte. Interessanterweise stellte sich heraus, dass die weniger schmerzhafte Akupressur in Kombination mit dem eigentlichen Placebo einen therapeutischen Effekt aufwies. Dieser kam durch die Stimulation im Sinne einer Akupressur, mit dem Punktsuchstift zu stande. Somit müssen die drei Behandlungsverfahren retrospektiv anders bewertet werden. Für zukünftige Studien wäre es interessant, eine Behandlung an Verum Punkten zeitlich von der Stressexposition zu entkoppeln, um den tatsächlichen Effekt der Behandlung messen zu können. Die Placebokomponente sollte dabei unspezifische Effekte durch Reizung von Hautrezeptoren vermeiden und die Schein-Akupunktur nach den neuen Möglichkeiten einer nicht invasiven Nadelung durchgeführt werden.

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