Elastizität der Aorta, systolische und diastolische Ventrikelfunktion sowie myokardiale Vitalität nach Operation und Stentimplantation in den Aortenisthmus bei Patienten mit Aortenisthmusstenose

Lade...
Vorschaubild

Datum

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

Einleitung: Die Aortenisthmusstenose kann mittels Operation oder endovaskulärer Stentimplantation therapiert werden. Eine Analyse der aortalen Elastizitätsparameter sowie der Ventrikel und Vorhöfe lässt Rückschlüsse bezüglich der Langzeit-Veränderungen unter den verschiedenen Therapiemaßnahmen zu. Ziel dieser MRT-Studie war es, Patienten nach Operation bzw. Stenteinsatz auf Unterschiede bezüglich ihrer aortalen Bioelastizität und Ventrikelstruktur zu vergleichen. Methoden: 50 Patienten nach Behandlung einer Aortenisthmusstenose wurden in die Studie eingeschlossen und mittels 3-Tesla-MRT untersucht. Das durchschnittliche Patientenalter lag bei 20,52 ± 9,52 Jahren. Es wurde eine Volumetrie des linken und rechten Ventrikels (LVEDV, RVEDV, LVESV, RVESV) sowie des linken Atriums (LAmax, LAmin, LAac) durchgeführt. Zusätzlich wurden die ventrikulären und atrialen Funktionsparameter (LVSV, RVSV, LVEF, RVEF bzw. LAEFreserve, LAEFpassiv, LAEFcontractile) erhoben, wobei die diastolische Funktion anhand der atrialen Funktion rückgeschlossen wurde. Ebenso wurde die Dehnbarkeit der Aorta an sechs und die PWV an zwei spezifischen Positionen evaluiert. Zusätzlich wurde eine Untersuchung des Myokards mittels nativem T1-Mapping vor KM-Gabe durchgeführt. Bei 12 Patienten erfolgte das T1-Mapping einschließlich ECV-Messung zusätzlich nach KM-Gabe. Außerdem wurde bei 40 Patienten eine Echokardiographie vorgenommen. Ergebnisse: 18 Patienten nach interventioneller Stent-Therapie wurden mit 32 operierten Patienten verglichen. Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede der beiden Patientenkollektive im Hinblick auf Volumetrie, Funktionsparameter, Dehnbarkeit, PWV und T1-Mapping. Die Dehnbarkeit der AoW korrelierte negativ mit jeweils Gewicht, BMI, BSA und dem Alter der Patienten (r = -0,53 bis -0,56; p<0.001). Die nativen T1-Relaxationszeiten korrelierten negativ mit Gewicht, BMI, BSA und Alter der Patienten (r=-0,58 bis -0,66; p<0.001). Die T1-Relaxationszeiten nach KM-Gabe korrelierten positiv mit der Dehnbarkeit (r=0,66; p<0,05) und negativ mit der PWV (r=-0,71; p<0,05). Fazit: Patienten mit Aortenisthmusstenose, die einer Operation zugeführt wurden, zeigten keine Unterschiede bezüglich der aortalen Elastizität zu denen, die mittels einer Stentimplantation behandelt wurden. Daher ist anzunehmen, dass andere Faktoren wie beispielsweise intrinsische aortale Wandveränderungen einen größeren Einfluss auf die Elastizität aufweisen als die Methode der Reparatur. Zusätzlich zeigten die T1-Daten eine Abhängigkeit vom Alter, sodass hier weitere Follow-up Studien zu empfehlen sind.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Erstpublikation in

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform