Persistenz von Dentes decidui und deren Eignung für auto-alloplastische Transplantationen

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Aus einem Untersuchungszeitraum von zwei Jahren werden 3500 Röntgenaufnahmen (OPG) ausgewertet. Bei 46 Patienten finden sich 82 persistierende Milchzähne . 47 Zähne bei 24 Patienten konnten klinisch nachuntersucht worden. Lockerungsgrade, Klopfschall, Periotest-Werte sowie das Vorhandensein von Karies, Füllungen und Stellungsanomalien (Infraposition) werden dokumentiert. Röntgenbilder dienen zum Nachweis von Wurzelresorptionen sowie zu Informationen über den Milchzahnwurzelabstand zum vorhandenen bleibenden Zahnkeim. Die Diagnose 'Ankylose' ergibt sich aus klinischen und radiologischen Befunden. Außerdem werden Datum und Grund für durchgeführte Extraktionen notiert. Das Ergebnis weist aus, dass persistierende Milchfrontzähne seltener ankylosieren, während Ersatzresorption an Wurzeln persistierender Milchmolaren häufig vorkommt. Füllungen und Karies sind an Frontzähnen seltener zu finden, dafür aber Abrasionen deutlicher ausgeprägt als an Molaren. 13 Milchzähne wurden extrahiert, davon sechs Frontzähne um kieferorthopädische Einordnung entsprechender Dentes permanentes zu ermöglichen. Das Durchschnittsalter der Gesamtpatientenanzahl beträgt 14 Jahre, in einem Ausnahmefall 74 Jahre. 45 Milchfrontzähne befinden sich in situ, das Durchschnittsalter dieser Patienten beträgt 24 ± 11 Jahre (12-56). 31 Milchfrontzähne haben keinen bleibenden Nachfolgezahn. Von den 31 Zähnen weisen acht Zähne (26 Prozent) keine Wurzelresorptionen auf, bei weiteren zehn Zähnen bestehen resorptive apikale Wurzelverkürzungen um ein Drittel der Wurzellängen, bei vier Zähnen sind es Wurzelkürzungen von ca. zwei Dritteln und in neun Fällen bis zu drei Dritteln der Wurzellängen. Die Mehrzahl persistierender Milchmolaren entwickelt Komplikationen und muss entfernt werden. Vergleichsweise ist die Komplikationsrate bei persistierenden Milchfrontzähnen wesentlich geringer. Die erlangten Ergebnisse belegen, dass persistierende Milchfrontzähne als Ersatz für verlorengegangene bleibende Frontzähne, auch im prothetischen Verband als Stützzähne verwendbar sind. Die Funktionen transplantierter Milcheckzähne, speziell bezogen auf mögliche Wurzelresorptionen, werden weiter beobachtet. Aufgrund der erzielten Ergebnisse sollen zukünftig Milcheckzähne des Unterkiefers vorzugsweise für auto-alloplastische Transplantationen eingesetzt werden. Aus den Ergebnissen wird abgeleitet: 1. Canini decidui sind in Zahnersatz (Kronen und Brücken) integrierbar 2. persistierende Milcheckzähne müssen nicht zwingend entfernt und ersetzt werden 3. für die auto-alloplastische Transplantation von Milcheckzähnen eignen sich vorangig die des Unterkiefers 4. Wurzelresorption verbunden mit Ankylose besteht vornehmlich und ausgeprägt an Wurzeln von Milchmolaren. Milchmolaren geraten häufig in Infraposition

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