Entwicklung und Charakterisierung von Trägersystemen zur dermalen Immuntherapie mit Hymenopterenallergenen

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Sowohl Atopiker als auch nicht-Atopiker sind von IgE-vermittelten, allergischen Reaktionen auf Insektenstiche in etwa gleichem Maße betroffen. Die klinische Manifestation einer solchen Reaktion kann von lokalen Hautreizungen und Schwellungen bis hin zu schweren, systemischen Anaphylaxien mit Herz-Rhythmus-Störungen und Dyspnoe führen. In seltenen Fällen kann eine erfolgte Giftexposition sogar zum Herz-Kreislauf-Stillstand führen. Lediglich die Allergen-spezifische Immuntherapie (AIT) bekämpft die Ursache einer Insektenstichallergie. Für die Behandlung der Bienengiftallergie gibt es bisher jedoch nur die subkutane Anwendungsform. Aufgrund der Invasivität dieser Applikationsart und den damit einhergehenden Nachteilen (Risiko für Nebenwirkungen, z.B. generalisierte Hautausschläge und Atembeschwerden), sowie dem strikten Therapieregime (regelmäßiger Arztbesuch, ärztliche Nachüberwachung etc.), leidet die Patientencompliance. Im Gegensatz zur subkutanen AIT ermöglicht die dermale AIT ein direktes Addressieren der dermalen Zielzellen (z.B. epidermale Langerhans-Zellen), minimiert somit das Nebenwirkungsrisiko und erhöht damit die Patientencompliance. In dieser Arbeit wurden daher Trägersysteme zur dermalen Applikation von Api m 1, dem Majorallergen der europäischen Honigbiene, entwickelt und charakterisiert. Dazu zählten Mikroemulsionen, Mikroemulsion-basierte Organogele (MBO) und Hydrogele. Durch physikochemische Charakterisierungsmethoden (u.a. dynamische Lichtstreuung und Oszillationsrheologie) konnten stabile Formulierungen identifiziert und ausgewählt werden. Basierend auf den Charakterisierungsexperimenten wurden eine Mikroemulsion, ein MBO und ein hyaluronsäuremodifiziertes Hydrogel mit Alexa FluorTM 647 markiertem Api m 1 beladen und die Penetrationsförderung dieser Formulierungen in einem ex-vivo Schweineohrmodell und konfokaler-Laser-Scanning-Mikroskopie untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass die Mikroemulsion, sowie das MBO die Penetration von Api m 1 in die Haut ermöglichten. Besonders die Mikroemulsion förderte die Penetration in einem Ausmaß, dass die epidermalen Zielzellen einer AIT aller Voraussicht erreicht werden können. Schuppe et al. (Schuppe et al. 2018) bestätigten dieses Ergebnis durch den Einsatz der entwickelten Mikroemulsion in einem Bienengift-allergischen Mausmodell. Darüber hinaus konnte in dieser Arbeit eine für Api m 1 optimierte Aufarbeitung aus der Mikroemulsion und RP-HPLC Analytik entwickelt werden.

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