Experimentelle Escherichia (E.) Coli Epididymitis bei Ratten : Auswirkung der Antibiotikatherapie auf die Begleitorchitis unter besonderer Berücksichtigung der Spermatogenese
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Zusammenfassung
In der Vorstudie unserer Arbeitsgruppe ( Experimentelle E. coli Epididymitis bei Ratten unter Einfluss von Sparfloxacin , 1999) wurde beschrieben, dass eine experimentelle E. coli Epididymitis zu persistierenden Mikroorganismen im Nebenhoden führen kann. Obwohl die inflammatorische Reaktion durch effektive Antibiotikatherapie mit SPFX vermindert war, konnte eine Nebenhodenschädigung nicht verhindert werden.Wesentliches Ziel dieser Arbeit war es den Grad der Begleitorchitis und desSpermatogeneseschadens in Abhängigkeit von der antibiotischen Therapie zu evaluieren.Dazu wurde bei 18 männlichen Sprague-Dawley Ratten durch Injektion von E. coliBakterien in den rechten Ductus deferens in Richtung Nebenhoden eine Epididymitis induziert. Nach 24 Stunden wurde bei der Hälfte der Tiere eine 7-tägige Antibiotikatherapie mit Sparfloxacin begonnen. Die andere Hälfte blieb unbehandelt als Kontrollgruppe. Die Tiere wurden randomisiert 14 Tage, 3 und 6 Monate nach Injektion geopfert. In den rechten Hoden/Nebenhoden der therapierten und nicht therapierten Tiere wurden Entzündungszellen (Granulozyten, Makrophagen, B- und T-Lymphozyten) und die Spermatogenese beurteilt.Die linken Hoden/Nebenhoden galten als intraindividuelle Kontrolle.Die Hoden/Nebenhoden der linken (nicht-infizierten) Seite waren trotz einer leichten Entzündungsreaktion alle steril. Die Spermatogenese war nicht signifikant verändert. Im rechten (infizierten) Nebenhoden zeigte sich eine schwere Entzündung begleitet von einer signifikant erhöhten Entzündungsreaktion im rechten Hoden (p<0,05). Der Erreger war im rechten Nebenhoden nachweisbar. Trotzdem waren auch hier alle Hoden steril. Die Spermatogenese auf der infizierten Seite war signifikant beeinträchtigt (p<0,01).Also beruhte eine testikuläre Entzündung und Spermatogeneseschädigung in Folge einer bakteriellen Epididymitis nicht auf einem Persistieren pathogener Erreger im Hoden. Die antibiotische Therapie mit Sparfloxacin konnte die Spermatogeneseschädigung nicht reduzieren oder verhindern. Daher ist es wahrscheinlich, dass zum Zeitpunkt des Beginns der antibiotischen Therapie eine immunologische Reaktion getriggert wurde, welche persistierte und eine schwere testikuläre Schädigung verursachte. Der exakte patophysiologische Mechanismus sollte in der Zukunft weiter untersucht werden.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
