Geschlechtsdiskriminierung und Körperhöhenbestimmung anhand intrakranieller Parameter am menschlichen Schädel : Untersuchungen im Rahmen des Projektes Digitale Forensische Osteologie

Loading...
Thumbnail Image

Date

Advisors/Reviewers

Further Contributors

Contributing Institutions

Publisher

Journal Title

Journal ISSN

Volume Title

Publisher

License

Quotable link

DOI:
http://dx.doi.org/10.22029/jlupub-13566

Abstract

Bei dieser Studie wurde anhand von Datensätzen aus dem Virtopsy®-System des Rechtsmedizinischen Institutes der Universität Bern untersucht, ob eine Geschlechtsdiskriminierung und Körperhöhenbestimmung anhand intrakranieller Parameter am menschlichen Schädel möglich ist. Hierfür wurde an insgesamt 225 virtuellen Schädeln (128 männliche und 97 weibli-che) nach 3D-Rekonstruktion das Schädeldach entfernt , so dass insgesamt 15 auf den intrakraniellen Schädellöchern basierende Messstrecken erhoben werden konnten. Dabei stellte sich heraus, dass die Breite des Foramen magnum ein signifikanter Parameter für die Geschlechtsdiskriminierung ist. Bei den weiblichen Individuen lag der Mittelwert bei 29 mm (s = 2 mm, Min = 25 mm, Max = 34 mm), bei den männlichen betrug der Mittelwert 32 mm (s = 2 mm, Min = 27 mm, Max = 39 mm); daraus ergab sich ein Trennwert von 30,15 mm und eine mit 78,2 Prozent richtige Vorhersa-gewahrscheinlichkeit (Männer 83,6 Prozent, Frauen 71,1 Prozent). In Korrelation zur Körperhöhe zeigte das Längenmaß des Foramen magnum den besten Zusammenhang. Für die Bestimmung der Körpergröße bei weiblichen Individuen ergab sich die RegressionsformelKHweiblich = 107,8 cm + (1,65 * LForamen [mm]) cm,bei männlichen IndividuenKHmännlich = 149,0 cm + (0,75 * LForamen [mm]) cm.Der Standardmessfehler für den Regressionskoeffizienten ist jedoch relativ hoch (Männer 9,7cm und Frauen 11,53cm), so dass dieser Parameter lediglich genutzt werden sollte bzw. kann, falls nur noch der Schädel einer Leiche gefunden wird, um eine ungefähre Einschätzung der Körperhöhe zu erhalten. Außerdem zeigte sich mit Hilfe dieser Studie, dass die erhobenen Messwerte im Vergleich zu anderen Untersuchungen sehr ähnlich sind. Es ist also möglich, nicht nur klassische osteometrische, sondern auch neu erhobene Parameter mit Hilfe von virtuellen 3D-Rekonstruktionen wie bei Virtopsy® zu erheben.

Link to publications or other datasets

Description

Notes

Original publication in

Original publication in

Anthology

URI of original publication

Forschungsdaten

Series

Citation