Die immunologische Kontrolle der murinen Cytomegalovirusinfektion im allogenen Knochenmarktransplantationsmodell

Lade...
Vorschaubild

Datum

Autor:innen

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

Die Knochenmarktransplantation (KMT) ist ein kuratives Therapieverfahren, das heute bei vielen hämatologisch-onkologischen Erkrankungen eingesetzt wird. Nach allogener KMT kann es allerdings zur klinischen Komplikation der graft-versus-host-disease (GvHD) kommen, die aufgrund der Histoinkompatibilität von Donor und Rezipient auftritt. Hohe Morbidität und Mortalität bedingt durch eine hCMV-Infektion kennzeichnen zudem das Krankheitsbild der immunsupprimierten Patienten nach allogener KMT. Die Untersuchungen der vorliegenden Arbeit wurden in einem murinen KMT Modell durchgeführt, bei dem die murine Cytomegalovirus (mCMV) Infektion ohne Transfer von Knochenmarkzellen (KMZ) letal verlaufen würde. Um die klinische Problematik der allogenen KMT zu studieren, wurden Mäuse der Stämme BALB/cJ (Kd, Dd, Ld) und die Ld Deletionsmutante BALB/c-H-2dm2 (Kd, Dd) - beide des Haplotyps H-2d verwendet, die sich in der Expression des MHC-Klasse-I-Moleküls Ld unterscheiden. Die beiden Mausstämme wurden wechselseitig als Donoren oder Rezipienten eingesetzt. Vorarbeiten hatten gezeigt, dass die Tiere nach host-versus-graft-KMT (HvG-KMT; BALB/cJ & #61664; BALB/c-H-2dm2) und konkurrenter mCMV-Infektion überleben, während die Tiere nach GvH-KMT (BALB/c-H-2dm2 & #61664; BALB/cJ) und konkurrenter mCMV-Infektion sterben. Warum die Tiere unter diesen Bedingungen sterben, war die Hauptfragestellung dieser Arbeit.Die Ergebnisse weisen auf eine unterschiedliche Kontrolle der mCMV-Infektion nach HvG- und GvH-KMT hin. Nach GvH-KMT zeigten sich in der Leber viele infizierte Zellen. Die Infektion wurde trotz hoher Infiltration durch CD3 Zellen nicht kontrolliert. Die CD3 Zellen und die infizierten Zellen waren diffus verteilt, während sich nach HvG-KMT eine Fokusbildung zeigte, was auf eine zielgerichtete Infiltration und somit Protektion deutete. Zusätzlich wurden nach GvH-KMT im Vergleich zur HvG-KMT und syngenen KMT nur wenige mCMV-peptidspezifische CD8-T-Zellen nachgewiesen. Stattdessen kam es zur Aktivierung von alloreaktiven CD8 T-Zellen.Nach GvH-KMT überlebten alle Tiere, sofern die Infektion mit der Immunevasin- Deletionsmutante mCMV-& #916;vRAP erfolgte. Da auf mCMV-& #916;vRAP infizierten Zellen die Peptidpräsentation im Vergleich zu mCMV-WT infizierten Zellen erhöht ist, ist die fehlende Protektion nach GvH-KMT und mCMV-WT Infektion vermutlich auf eine unzureichende Peptidpräsentation zurückzuführen. Dies hat wiederum ein geringes CD8 T-Zell-Priming zur Folge. Nach GvH-KMT und Infektion mit mCMV-& #916;vRAP scheint die Menge präsentierten Peptids wieder auszureichen, um die mCMV-Infektion zu kontrollieren.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Erstpublikation in

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform