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dc.contributor.advisorGruß, Marco
dc.contributor.advisorSander, Michael
dc.contributor.authorAy, Esme
dc.date.accessioned2021-10-12T07:00:14Z
dc.date.available2021-10-12T07:00:14Z
dc.date.issued2021
dc.identifier.urihttps://jlupub.ub.uni-giessen.de//handle/jlupub/231
dc.identifier.urihttp://dx.doi.org/10.22029/jlupub-178
dc.description.abstractDie Fortschritte in der Intensivmedizin ermöglichten die Verbesserung der Überlebensrate kritisch kranker Patienten in den letzten Jahrzehnten. Die unreflektierte Anwendung moderner intensivmedizinischer Maßnahmen kann jedoch möglicherweise dazu führen, dass der Verlauf unheilbarer Krankheiten verzögert und eine unangemessene oder zu invasive Therapie den Sterbeprozess unnötig verlängert wird. In dieser Studie untersuchten wir die Entscheidungen am Lebensende bezüglich der Therapiebegrenzung und des Therapieabbruchs auf den Intensiv- und IMC-Stationen eines kommunalen Lehrkrankenhauses. Wir untersuchten retrospektiv Akten von erwachsenen Patienten, die im Zeitraum zwischen 01.01.2011 bis 31.12.2012 auf einer Intensiv- oder IMC-Station des Klinikums Hanau verstorben sind, in Hinblick auf die Maßnahmen am Lebensende, Todesursachen und auf die Durchführung einer Therapiebegrenzung oder eines Therapieabbruchs. Im Untersuchungszeitraum von 2 Jahren verstarben 1317 erwachsene Patienten im Klinikum Hanau. Davon waren 489 (37%) der Patienten zum Todeszeitpunkt entweder auf einer Intensivstation oder IMC-Station. Die Mehrheit der verstorbenen Patienten (n = 427, 87%) war 60 Jahre oder älter. Bei 306 (62%) der 489 Patienten wurde mindestens eine lebenserhaltende Maßnahme entweder eingeschränkt oder abgebrochen. Dabei wurde bei 297 (61%) Patienten mindestens eine Art von Therapie begrenzt und bei 139 Patienten (28%) mindestens eine Art von Therapie abgebrochen. Am häufigsten wurden die kardiopulmonale Reanimation (n = 222), die invasive (n = 121) und die nicht-invasive (n = 40) Beatmung, gefolgt von der Nierenersatztherapie (n = 71) und Katecholamintherapie (n = 66), begrenzt. Invasivere Maßnahmen wie Beatmung und Nierenersatztherapie wurden nur bei 18 bzw. 22 Patienten (jeweils ca. 5%) abgebrochen. Nach Begrenzung bzw. Abbruch der Therapie starben die meisten Patienten innerhalb von zwei Tagen.de_DE
dc.language.isodede_DE
dc.rightsAttribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International*
dc.rights.urihttp://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/*
dc.subjectTherapiebegrenzungde_DE
dc.subjectTherapieabbruchde_DE
dc.subjectIntensivtherapiede_DE
dc.subjectPatientenverfügungde_DE
dc.subjectTherapielimitierungde_DE
dc.subjectTherapiezielde_DE
dc.subjectLebensendede_DE
dc.subjectMedizinethikde_DE
dc.subject.ddcddc:610de_DE
dc.titleSterben auf der Intensivstation - eine deskriptive Untersuchungde_DE
dc.typedoctoralThesisde_DE
dcterms.dateAccepted2021-09-06
local.affiliationMedizinde_DE
local.commentTeile der Arbeit wurden vorab veröffentlicht in: Ay et al., Dying in the Intensive Care Unit (ICU): A Retrospective Descriptive Analysis of Deaths in the ICU in a Communal Tertiary Hospital in Germany. Anesthesiology Research and Practice (2020).de_DE
thesis.levelthesis.doctoralde_DE


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Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International
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