Das Wissen über die bekannte Größe alltäglicher Objekte im Säuglingsalter

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Die Größe eines Objektes beeinflusst auf unterschiedliche Weise das menschliche Denken. Eine besondere Rolle spielt die bekannte Größe eines Objektes. Die bekannte Größe ist die Größe, die ein Objekt typischerweise in der realen Welt hat. Das Wissen über die bekannte Größe eines Objektes wird beispielsweise für die visuell-räumlich Orientierung genutzt, um die Entfernung eines Objektes zu sich selbst einzuschätzen. Sie ist auch relevant für die Handlungsplanung und -durchführung, da die Größe eines Objektes mögliche Interaktion mit diesem beeinflusst. Trotz der Bedeutung der bekannten Größe für die visuelle Verarbeitung von Objekten, ist das Wissen über die bekannte Größe im Säuglingsalter kaum erforscht.Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung der Frage, ab wann und unter welchen Bedingungen Säuglinge Wissen über die bekannte Größe alltäglicher Objekte zeigen. Mögliche Bedingungen, die den Abruf des Wissens über die bekannte Größe beeinflussen könnten, sind das Stimulusformat (reale Objekte oder Abbildungen dieser) sowie die Art der Exploration (visuell oder manuell). Mit Hilfe von vier aufeinander aufbauenden Studien wurde geprüft, wie sich das Stimulusformat sowie die Art der Exploration auf die Aktivierung des Wissens über die bekannte Größe alltäglicher Objekte auswirken.Die Befunde der durchgeführten Studien veranschaulichen, dass Säuglinge bereits mit 12 Monaten stabiles Wissen über die bekannte Größe eines Objektes besitzen und dieses unabhängig von der Art der Exploration abrufen können. Wenn zusätzlich die Möglichkeit zur manuellen Exploration besteht, zeigen Säuglinge Wissen über die bekannte Größe schon mit 7 Monaten. Dieses Wissen generalisiert sich jedoch bis zum Alter von 15 Monaten nicht auf Abbildungen derselben Objekte. Die visuelle Verarbeitung und Aktivierung des Wissens über die bekannte Größe ist im Säuglingsalter demnach wesentlich vom Stimulusformat sowie der Art der Exploration abhängig. Insgesamt verdeutlichen die neu gewonnen Erkenntnisse, dass die manuelle Interaktion mit realen, greifbaren Objekten den Abruf des Wissens über die bekannte Größe von Objekten fördert.

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