Ex oriente lux? Einfluss der Mathematik im Vorderen Orient auf die Griechen
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Die griechische Mathematik entwickelte sich zweifellos zu einer spektakulären, wissenschaftlichen Blüte, die mit den „Elementen“ von Euklid so große Maßstäbe setzte, dass die Prinzipien aus Axiomen, Definitionen, Sätzen und Beweisen auch heute noch für die moderne Mathematik gelten. Sie haben sogar das Wissenschaftsverständnis, zumindest für die exakten Wissenschaften, insgesamt geprägt. Eine wichtige Errungenschaft und ein Vorteil ist die griechische Schrift, insbesondere das griechische Alphabet, das man als zweite Medienrevolution bezeichnen kann. Es erlaubte den Einsatz in allen Lebensbereichen ohne Spezialisten (Schreiber) und war Fundament für alle Wissenschaften.
Doch die griechische Mathematik hatte auch eine Vorgeschichte. Die griechischen Mathematiker hatten durchaus schon deutlich vor Euklid Kontakte nach Mesopotamien und Ägypten. Es ist belegt, dass Erkenntnisse aus dem Orient den Weg nach Griechenland fanden. Es stellt sich jetzt die Frage, waren die Griechen nur Nachahmer, muss man von einem Epigonentum sprechen, von dem die griechischen Mathematiker profitierten? Dazu hat sich eine Floskel gebildet, die in diesem Beitrag als Leitfrage gestellt werden soll.
Ex Oriente Lux? Kam das Licht aus dem Orient? Dieser Frage soll im vorliegenden Beitrag nachgegangen werden.
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Begutachteter Preprint, Bestandteil der Printausgabe von Band 74 der Oberhessischen naturwissenschaftlichen Zeitschrift, Gießen 2026.
