Immunhistologischer Nachweis von Leukozyten, MHC-II Antigen und Gefäßendothelien am Corpus luteum der Hündin im Verlauf des Zyklus

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Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, Wachstumsfaktoren, deren Rezeptoren und verschiedene Leukozytenmarker im Corpus luteum der Hündin immunhistochemisch nachzuweisen. Dies sollte in Abhängigkeit verschiedener Zyklusstadien geschehen: Hündinnen wurden an den Tagen 15, 30, 45, 60 und 75 nach dem Sprung des Plasmaprogesteronspiegels über 5ng/ml ovariohysterektomiert. Die gewonnenen Gelbkörper wurden für die Immunhistochemie schockgefroren. Bis auf anti Endoglin, eigneten sich alle heterologen Primärantikörper nicht zur zweifelsfreien Darstellung der gesuchten Moleküle. Zum Erfolg geführt werden konnten Antikörper gegen folgende canine Epitope: CD4, CD8, MHC-II und Endoglin. Die Stärke der Immunreaktion des Antikörpers gegen MHC-II und Endoglin wurde durch den Computer erfaßt (CAVIA: Grauwerte und Flächenanteile der Immunreaktion). Die Zahl der durch anti CD4+ markierten Leukozyten wurde durch den Computer erhoben, die der CD8+ Lymphozyten von Hand. MHC-II Epitope färbten sich im jungen und alten Gelbkörper (Tage 15 und 75) hoch signifikant gegenüber den übrigen Tagen stärker an. Endoglin ist differenzierter zu betrachten: Sein Flächenanteil ist am Tag 15 am größten, während die Stärke der Immunreaktion kontinuierlich zum Tag 75 hin abnimmt. An den Tagen 15 und 60 wurden 6,5, respektive 7,3 CD8+ Zellen je mm² gezählt, während an den übrigen Tagen die Werte zwischen 2,5 und 4,6 Zellen je mm² lagen. Mit 21,6 am Tag 15 und zwischen 6,6 und 8,7 Zellen je mm² wurden CD4+ T-Lymphozyten ausgezählt. Das Verhältnis von CD4+ zu CD8+ Lymphozyten glich sich vom Tag 15 mit einem starken Überschuß an CD4+ Zellen (3,4) bis zum Tag 60 aus, um dann gegen Ende des Zyklus annähernd Werte wie im Blute zu erreichen (2,5). Endoglinpositive (aktivierte) Makrophagen waren nur an Gefäßen zu beobachten. Als MHC-II positive Zellen stellten sich dar (ohne ihre Gewichtung innerhalb der Gruppe erhoben zu haben): Makrophagen, T-Lymphozyten, Endothelien und APC. Dem MHC-II Molekül kommt zusammen mit Makrophagen eine wesentliche Rolle sowohl beim Aufbau, als auch bei der Regressi-on des Corpus luteums zu. Die Beteiligung zytotoxischer T-Lymphozyten an der Luteolyse scheint gesichert. T-Helferzellen sind offenbar nur in der frühen Lutealphase entscheidend beteiligt. Die Rolle des Gefäßsystems bei der Luteolyse ist bisher offensichtlich in der Literatur überschätzt worden. Gerade die Interaktion von Makrophagen, MHC-II Molekül und CD8+ T-Lymphozyten mit Gefäßendothelien und Lutealzellen sowohl bei Auf- als auch bei Abbau des caninen Corpus luteums bedarf näherer Betrach-tungen, v.a. hinsichtlich der wahrscheinlich grundlegend beteiligten Cytokine IFNgamma und TNFalpha.

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Wettenberg : VVB Laufersweiler 2003

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