Das Ziel der vorliegenden Dissertation war die Entwicklung von landtechnischen Lösungskonzepten für ein verbessertes Segetalpflanzen- und Krankheitsmanagement im ökologischen Freilandgemüsebau. Eine neuartige Anbaugerätesteuerung wurde entwickelt und mit der am Markt befindlichen Verschiebrahmentechnik verglichen. Hierzu wurden zwischen 2013 und 2016 mehrere Versuche mit Hackmaschinen auf einem Praxisbetrieb in Rheinland-Pfalz durchgeführt. Dabei sollte die Genauigkeit und das Handling der neuen Steuerung überprüft werden. Nach drei Jahren Versuchszeitraum konnte nachgewiesen werden, dass die neue Steuerung die gleiche Genauigkeit aufwies wie die bisherige Verschieberahmentechnik. Durch die Integration der Steuerung in den Traktor selbst konnte das Handling stark vereinfacht werden. So müssen nicht mehr zwei Geräte gekoppelt werden und die Achsbelastung konnte durch die Verkürzung des Hebelwegs positiv beeinflusst werden. Die Technik eignet sich somit auch für kleinere Traktoren, die vornehmlich im Gemüsebau eingesetzt werden. Die formulierten Hypothesen konnten bestätigt werden.In einem ökonomischen Vergleich wurde die neue Technik mit den praxisüblichen Verfahren des ökologischen Speisekürbis- und Speisezwiebelanbaus verglichen. Im Speisezwiebelanbau konnten ca. 40 % (Festangestellte) bzw. 65 % (Saisonarbeitskräfte) der Arbeitskraftstunden eingespart werden. Daneben reduzierten sich die Kosten um ca. 60 %, bei gleichzeitiger Steigerung des Ertrags um knapp 6 %. Insgesamt entsteht durch den Einsatz der Technik ein Mehrwert von knapp 4.750 /ha, wodurch sich die Investition bei ca. 4 Hektar amortisiert.Im Speisekürbisanbau muss zwischen dem Direktsaatverfahren und dem Anbau auf Mulchfolie unterschieden werden. Beim Anbau auf Mulchfolie lassen sich ca. 40 % (Festangestellte) bzw. ca. 50 % (Saisonarbeitskräfte) der Arbeitskraftstunden einsparen. Die Kosten konnten um knapp 600 /ha reduziert werden. Die Investition rechnet sich somit nach knapp 32 Hektar. Beim Direktsaatverfahren konnte ein Mehrwert von ca. 3.000 /ha erzielt werden, wodurch sich die Investition nach knapp 6,5 ha amortisiert. Weiterhin wurden im Jahr 2015 Untersuchungen zur Behandlung von Lagergemüse und Pflanzgut mit UV C Strahlung durchgeführt. Ziel war es Phytopathogene Mikroorganismen zu regulieren. Dabei handelte es sich um erste Tastversuche, die keinen signifikanten Einfluss der UV C Strahlung auf den Virusbefall bzw. die Haltbarkeit der Produkte bestätigten. Die formulierten Hypothesen konnten nicht bestätigt werden.
Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen