Klinische und radiologische 1 Jahres Ergebnisse eines minimal-invasiven lumbalen Fusionsverfahren (EMAP-LIF) im Vergleich zur herkömmlichen posterolumbalen interkorporellen Fusion (PLIF) : eine prospektive Untersuchung

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Ziel dieser prospektiven und randomisierten Untersuchung war es, die perioperativen Daten und die klinischen sowie radiologischen Ergebnisse einer minimalinvasiven lumbalen Fusion mit denen einer posterior intersomatischen lumbalen Fusion zu vergleichen. Die Annahme war, dass es möglich ist, durch die Extraforaminale Mikroskopisch Assistierte Perkutane Lumbale Intersomatische Fusion (EMAP-LIF) das operative Trauma geringer zu halten und somit auch ein besseres klinisches Outcome zu erzielen. Weiterhin sollte überprüft werden, ob die minimalinvasive Technik eine strukturelle Fusion erzielen kann. In die Untersuchung wurden 20 Patienten eingeschlossen.Die Operationszeit der EMAP-LIF Methode verglichen mit der offenen PLIF Technik war signifikant höher. Ein Unterschied im intraoperativen Blutverlust konnte in dieser Untersuchung nicht ermittelt werden. Jedoch zeigt sich beim Vergleich des Blutverlustes der EMAP-Technik mit anderen Werten aus der Fachliteratur für minimalinvasive Eingriffe, eher ein erhöhter Wert mit 365 ml. Intraoperativ benötigte die minimalinvasive Technik deutlich mehr Röntgenzeit als die PLIF Technik. Das subjektiv klinische Befinden im postoperativen Verlauf zeigte eine signifikant höhere Zufriedenheit im herkömmlich offenen Fusionsverfahren, bestätigt durch die steilere Senkung der ODI- und VAS- Werte. Wobei insgesamt beide Techniken eine Verminderung der ODI und VAS Werte erzielten und vergleichbar mit anderen Studien teilweise stärkere Reduktionen aufwiesen. Hauptgrund für das bessere Abschneiden innerhalb der offen chirurgischen PLIF-Operationsmethode, hinsichtlich des postoperativen klinischen Outcomes, liegt wohl in der hohen Rate der postoperativen Radikulopathien die innerhalb der EMAP-LIF Gruppe (40%, 1 Jahr postoperativ) auftraten. Diese äußerten sich vor allem in dermatombezogenen Schmerzen, selten noch verbunden mit einem sensorischen Defizit. Wobei die radikulären Schmerzen nach einem Jahr postoperativ auf der VAS im Durchschnitt bei 2,9 mit einem Maximalwert von 5 lagen. Eine Revisionspflicht bestand bei keinem der operierten Patienten. Die EMAP-LIF erreichte nach 12 Monaten bei 80% des Patientenkollektives eine erstgradige (komplette) Fusion und bei 20% eine zweitgradige (inkomplette) Fusion. Sie lag damit unter der PLIF Technik mit 90%iger kompletter Fusion und 10%iger inkompletter Fusion. Auch im Vergleich zu anderen minimalinvasiven Techniken lag die Fusionsrate unter den hier erreichten Werten. Aber analog den Fusionsraten in der Fachliteratur für die herkömmlich offenen Verfahren wie PLIF/ALIF und TLIF liegt die Fusionsrate der EMAP- Technik im selben Niveau, denn hier werden Fusionsraten von 75-100% angegeben.Zusammenfassend muss man einschätzen, dass die neue Extraforaminale Mikroskopisch Assistierte Perkutane Lumbale Intersomatische Fusion eine Segmentversteifung an der Lendenwirbelsäule ermöglicht. Der minimalinvasive Ansatz, nämlich das geringere Zugangstrauma mit Erhalt der stabilisierenden Strukturen an der Wirbelsäule spiegelte sich jedoch nicht im klinischen Outcome wieder.Eine Weiterentwicklung und Verfeinerung der Operationstechnik zum Schutze des Spinalnervens ist bei der EMAP-LIF unbedingt notwendig.

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