Antiangiogene Wirkung der Faktor VII-aktivierenden Protease in einem Maus-Matrigel-Modell

Lade...
Vorschaubild

Datum

Autor:innen

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

Die Faktor VII-aktivierende Protease (FSAP) ist ein Plasmaprotein, das in der Leber als ein Zymogen synthetisiert wird. Im Gefäßsystem spielt es eine duale Rolle; auf der einen Seite wirkt es prokoagulatorisch, indem Faktor VII aktiviert und TFPI inaktiviert wird, auf der anderen Seite fibrinolytisch, indem pro-uPA in die aktive Form umgewandelt wird. Durch die spezifische Spaltung von PDGF-BB (platelet derived growth factor-BB) hemmt es die Wachstumsfaktor-vermittelte Migration und Proliferation von vaskulären glatten Muskelzellen. In dieser Arbeit wurden Aspekte in Zusammenhang mit der Rolle der FSAP bei der Regulierung der perizellulären Proteolyse sowie Angiogenese untersucht.In Tumorzellen wird das Plasminogenaktivierungssystem durch FSAP reguliert, auf die Matrix-Metalloproteinasen zeigt es allerdings keinen Effekt. Somit könnte FSAP eine Rolle beim Umbauprozess der extrazellulären Matrix im Rahmen des Tumorwachstums eine Rolle spielen.Um die Wirkung der FSAP auf die Angiogenese zu testen, wurde Matrigel (ein Tumorextrakt) zusammen mit FSAP subkutan in beide Leisten der Maus implantiert. Die Neovaskularisation im Matrigelplug wurde immunhistochemisch analysiert. FSAP wurde mit Kontroll-Puffer, ihrer inaktiven Form (PPACK-FSAP) und nach Aprotiningabe verglichen. Darüber hinaus wurden verschiedene Wachstumsfaktoren alleine oder in Kombination mit Heparin in das Matrigel hinzupipettiert.FSAP zeigte eine deutliche Abnahme der mikrovaskulären Dichte innerhalb der Matrigelplugs. Die Anzahl von vaskulären Endothelzellen und glatten Muskelzellen wurden signifikant reduziert. Die Angiogenese in der Kontrollgruppe blieb unverändert. Im Gegensatz dazu zeigten Aprotinin als auch die enzymatisch inaktive Form von FSAP, PPACK-FSAP, eine vollständige Neutralisierung des FSAP-Effektes.Die Angiogenese in der uPA-/- und uPAR-/--Mäusen (urokinase-type plasminogen activator receptor) war im Vergleich mit der Wildtyp-Gruppe reduziert. Die mikrovaskuläre Dichte innerhalb der Matrigelplugs war im Vergleich mit den uPAR-/--Mäusen bei den uPA-/--Mäusen deutlich verringert. FSAP reduziert die Angiogenese sowohl in den uPA-/- als auch in den uPAR-/- -Mäusen. Die Ergebnisse zeigen FSAP als einen endogenen Angiogenesehemmer und somit als eine weitere mögliche Option in der Tumortherapie.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Erstpublikation in

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform