Das Ziel der vorliegenden Studie war die zerstörungsfreie Untersuchung von Kontaktbeschädigungen in monolithischen Seitenzahnkronen mit optischer Kohärenztomographie (OCT). Hierzu wurden mittels eines Standard Tesselation Language (STL)-Datensatzes monolithische Seitenzahnkronen aus sechs verschiedenen computer-aided-design/computer-aided-manufacturing (CAD/CAM)-Materialien hergestellt, bestehend aus insgesamt je einem Zirkoniumdioxid der 2. (LP), 3. (PA) und 4. (PM) Generation, einer zirkoniumdioxidverstärken Lithiumsilikatkeramik (CD), einer Hybridkeramik (VE) und einem CAD/CAM-Komposit (BC). Pro Prüfgruppe wurden jeweils acht Prüf-körper Computerized numerical control (CNC)-gefräst und auf Zahnstümpfen aus huma-nen Weisheitszähnen befestigt, die ebenfalls nach einem STL-Datensatz CNC-gefräst wurden.Die Prüfkörper wurden im Kausimulator mit einer zyklischen Wechsellast von 50-500 N belastet und zu den Zeitpunkten T0-T4 mit der OCT untersucht (0 Zyklen, 250.000 Zyk-len, 500.000 Zyklen, 750.000 Zyklen, 1.000.000 Zyklen). Die maximale Defektausbreitung (DA) in horizontaler und vertikaler Richtung wurde mit der Software ImageJ (ver.1.52f, Wayne Rasband, NIH, USA) analysiert und die Pixelwerte in reale Größen umgerechnet. Dazu wurde für jedes Material der Brechungindex n bestimmt. Im Anschluss wurden die Prüfkörper angefärbt, geschnitten und als Kontrolle mit digitaler Lichtmikroskopie untersucht (Smartzoom 5, Zeiss).Die Zirkoniumdioxide LP und PM wiesen keine Kontaktbeschädigungen auf.In der Analyse der OCT-Aufnahmen war ein linearer Anstieg der Kontaktbeschädigungen von PA, CD, VE und BC von den Zeitpunkten T1-T4 zu erkennen. Die Kontaktbe-schädigungen der Materialien CD, VE und BC zeigten einen signifikanten Unterschied zu PA, wobei PA die geringsten, CD die größten Kontaktbeschädigungen aufwies.Die Darstellung der Kontaktbeschädigungen erfolgte mit digitaler Lichtmikroskopie vollständiger als mit der OCT. Bei den Materialien CD und VE war dieser Unterschied signifikant.Die Untersuchungen zeigen, dass sich die OCT zum Monitoring von Kontaktbeschädi-gungen in monolithischen Seitenzahnkronen eignet. Durch eine geringe Eindringtiefe wird die vollständige Darstellung der Kontaktbeschädigungen jedoch eingeschränkt, was Folgestudien mit der OCT-Technologie erfordert.
Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen