Das Ziel unserer Studie war es zu evaluieren, ob der Einsatz der Dual Energy Technik in der Computertomographie eine ex-vivo Differenzierung von Nierenraumforderungen ermöglicht.Wir untersuchten Nephrektomiepräparate von insgesamt 10 Patienten direkt postoperativ im 64-zeilen dual-energy Computertomographen (Definition, Siemens, Erlangen, Deutschland). Durch kurzzeitig folgende Kontrastmittelgaben wurde das Verhalten des Nierenparenchyms und des Tumors durch Messungen der Dichtewerte (HU) charakterisiert. In allen 10 Fällen handelte es sich um klarzellige Nierenzellkarzinome.Es ergaben sich signifikante Unterschiede zwischen der Perfusion des normalen Nierenparenchyms und dem Tumorgewebe, wobei der Tumor höhere Dichtewerte als das Nierenparenchym erreichte. Der Verlauf der Perfusion zwischen Tumor und Parenchym hingegen war nahezu identisch. Ein signifikanter Unterschied zwischen der Untersuchung bei 80 kV und 140 kV fand sich nicht.Anhand der unterschiedlichen Kontrastmittelperfusion mit den dadurch einhergehenden unterschiedlichen Dichtewerten läßt sich eine Unterscheidung von Tumor und Nierenparenchym demonstrieren. Ob anhand dieses Verhaltens unterschiedliche Subtypen des Nierenzellkarzinoms unterschieden werden können müssen weitere Untersuchungen zeigen. Der Einsatz der Dual Energy Technik bringt keinen Vorteil in der Beurteilung des klarzelligen Karzinoms.
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