Natürliche Selektion, Angepasstheit und allopatrische Artbildung – Entwicklung eines optimierten Unterrichtsdesigns im Rahmen der fachdidaktischen Entwicklungsforschung
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Zusammenfassung
Aufgrund des seit Jahrzehnten nachgewiesenen mangelnden Verständnisses zu evolutionären Konzepten und dem gleichzeitigen Auftreten vielfältiger Alltagsvorstellungen, sowohl bei Schülerinnen und Schülern im unteren Sekundarbereich als auch bei jungen Erwachsenen, fordern Didaktiker und Bildungseinrichtungen zum einen die frühzeitige Einbindung der Evolution in die Lehrpläne der Schulen und zum anderen evaluierte Unterrichtskonzepte zur schulischen Vermittlung.
In der vorliegenden Arbeit wurde anhand der didaktischen Entwicklungsforschung im Dortmunder Modell ein Unterrichtsdesign entwickelt, beforscht und evaluiert. Dabei wurden die Vorstellungen der Lernenden aus dem 6. und 7. Schuljahr jeweils vor und nach der Unterrichtserprobung erhoben und didaktische, inhaltliche und strukturelle Konsequenzen zur Weiterentwicklung des Designs gezogen. Im Ergebnis führt das verbesserte Unterrichtskonzept in der untersuchten Gruppe zur Entwicklung der Präkonzepte hin zu wissenschaftlichen Vorstellungen. Vor allem die Entwicklung einer analogen Simulation zur Förderung des Verständnisses allopatrischer Artbildung in einem botanischen Szenario zum Einsatz im Unterricht bereits im unteren Sekundarbereich füllt eine bislang vorhandene Forschungslücke.
Daneben konnten differenzierte Vorstellungen zur Artbildung erhoben und ein Kategoriensystem zur systematischen Einordnung der Lernendenvorstellungen zur Artbildung entwickelt werden, was sich zur Verortung der Vorstellungen in verschiedenen Kontexten als geeignet erwiesen hat und somit die Forschung in diesem Bereich erweitert.