Transformation des Ernährungssystems durch soziale Bewegungen : kultureller Vergleich von zwei ernährungsbezogenen Initiativen in Deutschland und Indien

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Verursacht durch weltweit bestehenden Hunger und Lebensmittelunsicherheit mit globaler Unausgeglichenheit entwickelte sich eine soziale Bewegung im Bereich der Ernährungssouveränität, die sich auf die Theorie der Ernährungsregime stützt und so versucht ein gerechteres Ernährungssystem zu schaffen. Wissenschaftlich begründete Erkenntnisse zum Transformationspotenzial des Ernährungssystems durch die soziale Bewegung für Ernährungssouveränität sind in der Literatur hinreichend beschrieben. Es mangelt jedoch an praktischen Analysen. In der vorliegenden Arbeit wurde daher die praktische Umsetzung der sozialen Bewegungen durch die ernährungsbezogenen Initiativen SoLaWi Marburg e.V. in Deutschland und Dharani FaM Coop in Indien durch eine Fallstudie untersucht. Dafür wurde eine Kombination aus Video- und Textmaterial ausgewertet und qualitativ auf kulturelle Aspekte durch die Kulturdimensionen nach Hofstede, sowie Wirkungsweisen und Prinzipien der Ernährungssouveränität untersucht und verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wirkungsweisen der ausführenden Initiativen durch die kulturelle Gruppe beeinflusst werden, sich aber auch in Abgrenzung zu dieser einen Platz in der Gesellschaft sichern und somit Transformationsprozesse einer Gesellschaft anstoßen. Im Bereich der Bewegungsforschung sollte daher die kulturelle Gruppe als Kontextstruktur einbezogen werden und neue globale Wertemaßstäbe in der Landwirtschaft mit regionaler Einbindung geschaffen werden.

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