Aufgrund von Wartungsarbeiten steht JLUpub am 18.05.2026 von 8:00 Uhr bis vorraussichtlich 11:00 Uhr nicht zur Verfügung.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Due to maintenance work, JLUpub will be unavailable on 18 May 2026 from 8.00 am until approximately 11.00 am.

Sterben auf der Intensivstation - eine deskriptive Untersuchung

Loading...
Thumbnail Image

Date

Authors

Further Contributors

Contributing Institutions

Publisher

Journal Title

Journal ISSN

Volume Title

Publisher

Abstract

Die Fortschritte in der Intensivmedizin ermöglichten die Verbesserung der Überlebensrate kritisch kranker Patienten in den letzten Jahrzehnten. Die unreflektierte Anwendung moderner intensivmedizinischer Maßnahmen kann jedoch möglicherweise dazu führen, dass der Verlauf unheilbarer Krankheiten verzögert und eine unangemessene oder zu invasive Therapie den Sterbeprozess unnötig verlängert wird. In dieser Studie untersuchten wir die Entscheidungen am Lebensende bezüglich der Therapiebegrenzung und des Therapieabbruchs auf den Intensiv- und IMC-Stationen eines kommunalen Lehrkrankenhauses. Wir untersuchten retrospektiv Akten von erwachsenen Patienten, die im Zeitraum zwischen 01.01.2011 bis 31.12.2012 auf einer Intensiv- oder IMC-Station des Klinikums Hanau verstorben sind, in Hinblick auf die Maßnahmen am Lebensende, Todesursachen und auf die Durchführung einer Therapiebegrenzung oder eines Therapieabbruchs. Im Untersuchungszeitraum von 2 Jahren verstarben 1317 erwachsene Patienten im Klinikum Hanau. Davon waren 489 (37%) der Patienten zum Todeszeitpunkt entweder auf einer Intensivstation oder IMC-Station. Die Mehrheit der verstorbenen Patienten (n = 427, 87%) war 60 Jahre oder älter. Bei 306 (62%) der 489 Patienten wurde mindestens eine lebenserhaltende Maßnahme entweder eingeschränkt oder abgebrochen. Dabei wurde bei 297 (61%) Patienten mindestens eine Art von Therapie begrenzt und bei 139 Patienten (28%) mindestens eine Art von Therapie abgebrochen. Am häufigsten wurden die kardiopulmonale Reanimation (n = 222), die invasive (n = 121) und die nicht-invasive (n = 40) Beatmung, gefolgt von der Nierenersatztherapie (n = 71) und Katecholamintherapie (n = 66), begrenzt. Invasivere Maßnahmen wie Beatmung und Nierenersatztherapie wurden nur bei 18 bzw. 22 Patienten (jeweils ca. 5%) abgebrochen. Nach Begrenzung bzw. Abbruch der Therapie starben die meisten Patienten innerhalb von zwei Tagen.

Link to publications or other datasets

Description

Notes

Teile der Arbeit wurden vorab veröffentlicht in: Ay et al., Dying in the Intensive Care Unit (ICU): A Retrospective Descriptive Analysis of Deaths in the ICU in a Communal Tertiary Hospital in Germany. Anesthesiology Research and Practice (2020).

Original publication in

Original publication in

Anthology

URI of original publication

Forschungsdaten

Series

Citation