Entwicklung einer sicheren Methode zur Bioabfallhygienisierung mit Kalk

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Zur Etablierung eines großtechnischen Verfahrens zur Hygienisierung verschiedener Bioabfälle mit Branntkalk wurden halbtechnische Versuche an zwei Versuchsanlagen mit Substraten unterschiedlicher Konsistenz und Trockensubstanz durchgeführt. Der Hygienisierungseffekt wurde anhand der Reduzierung ausgewählter Indikatorkeime überprüft. Die Ergebnisse wurden in Hinblick auf einen betriebssicheren Einsatz unter Praxisbedingungen verifiziert. In den Untersuchungen stellte sich heraus, dass eine homogene Vermischung des Branntkalks notwendig ist, um eine gleichmäßige Temperatur- und pH-Wertentwicklung in den Substraten erreichen zu können. Bei der Verwendung von faserhaltigen Substraten (Panseninhalt, Mist) konnte nur in dem Chargenmischer mit integriertem Zerkleinerungsaggregat eine homogene Mischung erzielt werden. Ein pH-Wert von >12,5 wurde ab einem Mischungsverhältnis von 0,2kg CaO/kg Trockensubstanz der Substrate erreicht. Bei der Verwendung von 0,3kg CaO/kg TS können S. senftenberg und E.coli innerhalb von einer Stunde und Enterokokken nach 3-5 Stunden ausreichend reduziert werden. Eine Reduzierung des Rinder Enterovirus um 4 Zehnerpotenzen konnte unabhängig vom verwendeten Substrat bei einem pH- Wert von >12,5 und einer geringen Temperaturerhöhung auf >25°C schon innerhalb von zwei Stunden nachgewiesen werden. Das Bovine Parvovirus kann im Gärrückstand durch starke Ammoniakfreisetzung im Praxisbetrieb (0,9kg CaO/kg TS) innerhalb von 30 Minuten ausreichend reduziert werden; in Klärschlamm wird eine Lagerung von 24 Stunden benötigt. Die Entwicklungsfähigkeit von Askarideneiern kann in Klärschlamm mit 4,5kg CaO/kg TS um 99,9% innerhalb von 2 Monaten reduziert werden, bei einer pH-Wert Erhöhung auf >12,5. Mit einem Mischungsverhältnis von 0,9kg CaO/kg TS und einer Temperaturerhöhung auf >50°C kann im Praxisbetrieb innerhalb von 30 Minuten von einer ausreichenden Schädigung der Eier ausgegangen werden.

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