Repletionseffizienz verschiedener Selenverbindungen hinsichtlich funktioneller Selenoproteine in ausgewählten Organen beim Modelltier Ratte (Rattus norvegicus)

Lade...
Vorschaubild

Datum

Autor:innen

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

Ziel der Arbeit war es, die kurzfristige Repletionseffizienz verschiedener Selenverbindungen nach oraler Verabreichung an selendefiziente Ratten zu ermitteln.In einem Fütterungsversuch wurden 180 Ratten auf 4 Repletionsgruppen à 36 Tiere und auf 2 Kontrollgruppen (+Se, -Se) à 18 Tiere aufgeteilt. Die Repletionsgruppen und die -Se-Gruppe wurden 10 Wochen mit einem Se-armen Basisfutter depletiert, während die +Se-Gruppe dieses Futter mit einer Se-Zulage von 0,20 mg/kg FM als Natriumselenat erhielt. Anschließend wurden je 6 Tiere der beiden Kontrollgruppen geschlachtet. Die Tiere der Repletionsgruppen erhielten ab diesem Zeitpunkt zur Repletion das Se-arme Basisfutter mit einer Zulage von 0,20 mg/kg FM als Na-Selenat, -selenit, Selenomethionin (SeMet) oder Ebselen. Nach 2, 5, 8, 14, 21 und 28 Tagen wurden aus jeder Repletionsgruppe 6 Tiere und nach 14 und 28 Tagen aus den Kontrollgruppen ebenfalls 6 Tiere geschlachtet. Nach Versuchsende wurden die Se-Konzentrationen in Leber, Niere, Testes, Gehirn, Muskel, Vollblut und Plasma bestimmt. Als Parameter der Bioverfügbarkeit wurden die Aktivitäten der Selenoenzyme plasmatische Glutathionperoxidase, hepatische 5 -Deiodinase und cytosolische Glutathionperoxidase (cGPx) in Hämolysat, Leber, Niere, Testes, Lunge und Milz gemessen. In der Leber wurde die Genexpression der cGPx und der PHGPx sowie die Parameter des antioxidativen Stoffwechsels Glutathionkonzentration, Glutathion S-Transferase und Katalase und die thiobarbitursäurereaktiven Substanzen in der Leber sowie die Konzentrationen der Schilddrüsenhormone (T3 und T4) im Plasma erfasst.Das synthetische, antioxidativ wirksame Ebselen zeigte keinen Einfluss auf die erhobenen Parameter. In Muskel und Gehirn reicherte sich Se aus SeMet signifikant schneller an als aus den anorganischen Verbindungen, während in den meisten anderen Geweben die beiden anorganischen Verbindungen, mit einem leichten Vorteil des Selenats, dem SeMet bis zum 8. Repletionstag deutlich überlegen waren. Auch bei den Aktivitäten der Selenoenzyme wiesen die beiden anorganischen Se-Verbindungen in den ersten Tagen der Repletion eine höhere Repletionseffizienz als SeMet auf. Nach 14 Tagen konnte bei diesen drei Verbindungen bezüglich der Repletionseffizienz kein Unterschied mehr beobachtet werden.Über die kurzfristige antioxidative Wirkung des Ebselens kann aus dieser Studie kein Ergebnis abgeleitet werden. Aufgrund der höheren Repletionseffizienz sollte vorrangig Selenat anstelle von Selenit verwendet werden. SeMet ist dagegen zur Anreicherung in tierischen Geweben geeignet, um die Se-Versorgung in Se-Mangelgebieten zu verbessern.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Erstpublikation in

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform