Ich muss nicht sein. Verteidigung einer nihilistischen Auffassung personaler Identität

dc.contributor.advisorReuter, Gerson
dc.contributor.advisorCrone, Katja
dc.contributor.authorJunker, Leon Wendelin
dc.date.accessioned2026-04-15T07:25:57Z
dc.date.issued2025
dc.description.abstractDas Ziel dieser Arbeit ist es, einen Beitrag zur Stärkung einer nihilistischen Auffassung personaler Identität zu leisten. Eine solche Auffassung wird gemeinhin durch die Behauptung charakterisiert, dass wir nicht existieren. In dieser Arbeit wird sie genauer über die These definiert, dass wir insofern nicht existieren, als es keine objektiv in der Welt existierenden und persistierenden Einzeldinge gibt, die die jeweils einzigen Subjekte derjenigen Gedanken und Handlungen sind, die wir gemeinhin als unsere verstehen. <br>Zur Stärkung dieser These wird zunächst aufgezeigt, dass Theorien personaler Identität, welche nicht mit ihr vereinbar sind, eine Annahme klassischer natürlicher Arten voraussetzen. Eine solche Annahme klassischer natürlicher Arten besagt, dass die Welt objektiv in Einzeldinge eingeteilt ist, diese Einzeldinge wiederum objektiv in Arten eingeteilt sind und diese Artzugehörigkeit die objektiven Persistenzbedingungen des Einzeldings bestimmt. Es werden Argumente gegen eine solche Annahme klassischer natürlicher Arten zusammengestellt. Hierbei wird sich vornehmlich auf die Argumentation John Duprés sowie die Theorie natürlicher Arten als ausgezeichnet über homöostatische Eigenschaftscluster von Richard Boyd bezogen. Der Kern der dargestellten Argumentation gegen eine Annahme klassischer natürlicher Arten besteht in der These, dass diese den Anforderungen an Arten für die Zwecke naturwissenschaftlicher Untersuchungen nicht gerecht werden können und ihnen somit ihre zentrale Motivation entzogen wird. <br>Im Anschluss wird dem größten Vorbehalt gegenüber einer nihilistischen Auffassung personaler Identität begegnet – diese und/oder deren Konsequenzen seien zutiefst kontraintuitiv und deprimierend. Dies wird zunächst getan, indem die Haltbarkeit eines solchen Vorbehalts als schlagendes Argument gegen eine nihilistische Position in Frage gestellt wird. Hierbei ist die These zentral, dass diejenigen Intuitionen, auf die sich hier gestützt werden soll, nicht weit verbreitet, stark und stabil genug sind, um die Ablehnung einer nihilistischen Position personaler Identität alleine auf dieser Grundlage zu rechtfertigen. Zuletzt werden Möglichkeiten aufgezeigt, unsere Intuitionen bezüglich personaler Identität auf eine Weise einzufangen, die mit einer nihilistischen Auffassung personaler Identität vereinbar ist. Dabei wird sich auf die Theorien personaler Identität von Derek Parfit sowie Marya Schechtman bezogen.
dc.description.sponsorshipBundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF); ROR-ID:04pz7b180
dc.identifier.urihttps://jlupub.ub.uni-giessen.de/handle/jlupub/21451
dc.identifier.urihttps://doi.org/10.22029/jlupub-20798
dc.language.isode
dc.rightsAttribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 Internationalen
dc.rights.urihttp://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/
dc.subjectpersonale Identität
dc.subjectnatürliche Arten
dc.subjectNihilismus
dc.subjectEliminativismus
dc.subjectMetaphysik
dc.subject.ddcddc:100
dc.titleIch muss nicht sein. Verteidigung einer nihilistischen Auffassung personaler Identität
dc.typedoctoralThesis
dcterms.dateAccepted2026-02-04
local.affiliationFB 04 - Geschichts- und Kulturwissenschaften
thesis.levelthesis.doctoral

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